Honigkaramell-Sirup zum Kaffee

4. Dezember 2016

honigkaramellsirupOb Vanille, Schoko oder Karamell – bei den meisten der großen Kaffeeläden gehört Sirup im Latte Macchiato, Cappuccino oder Chai Latte zum Standard. Doch den kann man auch ganz einfach selbst machen und sich so den Kaffee zuhause aufpeppen. Dieses leckere Sirup-Rezept mit Honig versüßt jedoch nicht nur Kaffe. Auch in die heiße Milch, in Quark oder auf Eierkuchen passt er prima.

Karamelliger geht es kaum: Dieser Sirup mit Zimt und Vanille passt perfekt zur Vorweihnachtszeit. Er peppt Süßspeisen auf und versüßt Kaffe, Milch oder Chai-Tee mit einer ganz besonderen Honignote.

Für eine große Portion Honigkaramell-Sirup braucht ihr:

  • 200 Gramm Berliner Honig
  • 100 Gramm Zucker
  • einen halben Liter Milch
  • jeweils eine Prise Vanille und Zimt
  • zwei Prisen Salz

Die Milch füllt ihr in einen Top, gebt Honig, Zucker und Gewürze hinzu und kocht alles einmal auf. Vorsicht: die Milch kocht sehr schnell über, deshalb sollte ihr dabeibleiben, bis alles einmal ordentlich geblubbert hat. Danach könnt ihr die Herdplatte auf die kleinste Stufe stellen und alles noch weitere 30 Minuten köcheln lassen. So karamellisieren Zucker und Honig gut aus und die Milch dickt ein wenig an.

Ganz auf Zucker verzichten zu können, wäre natürlich schön. Doch leider klappt es dann mit dem Karamell-Effekt nicht ganz so gut. Die Mischung macht hier den Geschmack.

Wenn die Milch nun ein wenig eingedickt ist und eine schöne braune Farbe bekommen hat, ist der Sirup fertig und ihr könnt ihn – nach ein wenig Abkühlzeit – in eine Flasche oder ein Schraubglas füllen. Im Kühlschrank hält er sich mindestens zehn Tage.

Einen wunderschönen süßen Advent wünscht Euch Jana.

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Honigmassage für den Truthahn

22. November 2016

truthahnThanksgiving steht vor der Tür und die Vorbereitungen für den Truthahn sind bei vielen, die dieses Fest auch bei uns in amerikanischer Tradition feiern, voll im Gange. Ein Tipp, damit der Truthahn eine möglichst schöne Kruste bekommt: eine regelmäßige Honigmassage während des Backens.

Anders als bei uns ist Thanksgiving in den USA ein Feiertag. Doch auch hierzulande bekommt der Tag immer mehr Bedeutung bzw. bereiten viele gerne zu diesem Anlass einen Truthahn zu. Thanksgiving wird immer am vierten Donnerstag im November gefeiert. In diesem Jahr ist das der 24. November.

Dann gibt es den Truthahn zu essen. Doch vorher muss seine Zubereitung gut geplant sein, denn sie braucht Zeit. Es kommt auf die Größe an, wie lange ein Truthhahn im Ofen verweilt und seine Haut zur knusprigen Kruste wird. Damit die Kruste möglichst viel Geschmack bekommt, lohnt es sich, sie immer wieder mit einer Marinade aus Honig und Butter einzureiben.

Und dabei sollte man nicht knausrig sein. Mischt am besten ein Päckchen Butter mit einem Glas Honig und erwärmt beides so, dass es fast flüssig ist und sich gut verbindet. Mit hinein in die Honig-Butter-Marinade kommen je nach Belieben noch Gewürze und Kräuter.

Dann wird massiert. Erst zum Beginn mit einer ordnetlichen Portion, bevor der Truthahn in den Ofen wandert; dann etwa jede halbe Stunde von neuem. Statt einer Massage mit den Händen ist dann jedoch ein Pinsel von Vorteil, mit dem der heiße Vogel immer wieder mit Honigbutter bestrichen wird. Ihr werdet sehen, wie schön gleichmäßig er bräunt und wie schön knusprig er wird.

Kleiner Tipp: Wenn die Haut zu dunkel wird und das Truthahnfleisch noch nicht gar ist, sollte man den Bratvogel einfach mit ein wenig Alufolie abdecken und weiter brutzeln lassen.

Happy Thanksgiving!

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Honigkekse für die Vorweihnachtszeit

20. November 2016

honigkekseJetzt ist Zeit zum Plätzchen backen. Einfach, lecker und schnell ist dieses Plätzchenrezept mit Honig für Ausstecherchen.

Wer will, der kann sie schmücken und verzieren – mit Marmelade bestreichen, mit Zuckerperlen dekorieren oder mit Nüssen bestreuen. Sie schmecken allerdings auch pur schon sehr lecker: Ausstecherchen, die Klassiker unter den Weihnachtsplätzchen. Unsere Variante ist natürlich mit Honig statt mit Zucker.

Für zwei Bleche Kekse braucht ihr:

  • 300 Gramm Dinkelvollkornmehl
  • 160 Gramm Butter
  • 100 Gramm Berliner Honig
  • 2 Eier
  • eine Prise Salz
  • und je eine Messerspitze Vanille und eine mit Zimt

Für den Teig mischt ihr alle Zutaten und knetet die Mischung gut durch. Dann sollte der Teig etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank. So lässt er sich besser ausrollen.

Genau das ist dann der nächste Arbeitsschritt. Am besten rollt ihr den Teig so dünn aus, dass er nicht mehr als drei bis vier Millimeter dick ist. Und schon geht es ans Ausstechen – Form und Größe je nach Belieben.

Der Ofen sollte fürs Backen auf ungefähr 180 Grad vorgeheizt werden. Dann dauert es etwa zehn Minuten und wenn es richtig schön lecker duftet, sind die Kekse dann schon fertig.

Lasst es Euch schmecken! Eure Jana

Möhrensuppe mit Honig

28. Oktober 2016
Möhren

Fast genauso schön, wie diese frischen Möhren, leuchtet auch die Möhrensuppe im Topf.

Es ist Herbst, draußen nieselt es. Gegen die graue Stimmung hilft am besten eine warme Suppe. Dieses leckere Rezept mit Möhren und Honig hebt die Laune ganz sicher – allein schon wegen der schönen Farbe.

Ihr braucht für einen Topf voll Möhrensuppe:

  • drei große oder fünf kleine Möhren
  • eine Zwiebel (und etwas Öl zum Anbraten)
  • zwei Esslöffel Berliner Honig
  • 50 Milliliter Sahne
  • Koriander nach Belieben oder andere frische Kräuter
  • Pfeffer, Salz und Curry zum Würzen – wer es scharf mag, nimmt noch Chili dazu

Als erstes schält ihr die Zwiebel, schneidet sie in Würfel und bratet sie in etwas Öl im Topf an. Während die Zwiebel brutzelt, schneidet ihr die Möhren in Scheiben und gebt sie dann dazu. Nach einem weiteren kurzen Anbraten löscht ihr alles mit Wasser ab und lasst die Möhren weich kochen. Die Wassermenge sollte so bemessen sein, dass alle Möhren gut mit Wasser bedeckt sind, aber nicht zu sehr schwimmen.

Dann geht es ans Pürieren. Mit einem Pürierstab macht ihr aus den groben Gemüsestücken eine cremige Suppe. Sie wird als nächstes nochmals kurz aufgekocht und dann kommen die Gewürze und Kräuter dazu genauso wie die Sahne. Dann schaltet ihr die Herdplatte ab und gebt als letztes den Honig hinein.

Nochmals umrühren, abschmecken, kurz ziehen lassen und genießen! Eure Jana

BerlinerHonig macht Fruchtgelee

17. Oktober 2016

gelee-mit-honigApfel, Quitte und Holunderblüte – die neuen Fruchtgelees sind fertig. Ab sofort könnt ihr nun bei Kaisers und in weiteren ausgewählten Supermärkten leckeres Gelee mit Honig kaufen.

So wie unser Honig ist auch das Fruchtgelee ein komplett regionales Produkt aus Berlin und Brandenburg. Das Gelee wird in einer kleinen Manufaktur im Berliner Umland gekocht und die Äpfel, Quitten und die Holunderblüten stammen aus Brandenburg. Genauer gesagt sind die Holunderblüten aus Werder und die Apfel und Quitten aus Fredersdorf. Der Honig stammt aus Potsdam und Stahnsdorf.

Das Gelee gibt es seit heute in allen Kaisers-Märkten in Berlin und in einigen ausgewähltem Edeka- und Rewe-Filialen. Falls ihr es in den Märkten nicht findet, fragt am besten die Filialleiter, denn diese können es bei uns bestellen.

Auf die Idee zu dem Fruchtgelee kamen wir übrigens deshalb, weil es in den Supermärkten wenig bis gar keines gibt, das aus Früchten hergestellt wird, die wirklich aus der Region stammen. Es gibt viele Konfitüren und Gelees mit Früchten aus dem Ausland und alle sind sie nur mit Zucker gesüßt.

Es ist zwar gar nicht so einfach Fruchtgelee mit Honig herzustellen, denn die Fruchtmasse geliert mit Honig vollkommen anders als mit Zucker. Aber wir haben es geschafft.

Holt Euch die BerlinerHonig-Gelees solange der Vorrat reicht. Wir haben eine bestimmte Menge davon hergestellt und wenn diese verkauft ist, müsst ihr bis zum kommenden Jahr warten. Sie eigenen sich prima auch als Geschenk oder Mitbringsel für all diejenigen, die auf leckere regionale Produkte stehen.

Mit den Gelees kann man übrigens allerhand Leckeres zaubern. Hier ein paar Rezeptvorschläge:

Die Seife mit dem Lieblingshonig

14. Oktober 2016

Fotos: Jana Tashina Wörrle

Honig ist nicht nur gesund und lecker, sondern er pflegt auch die Haut. Man kann ihn prima als Zutat für Seife verwenden. Hier bekommt ihr ein ganz einfaches Rezept für Honigseife, die den eigenen Lieblingshonig enthält.

Manchmal muss man die Welt nicht neu erfinden und kann das nutzen, was es bereits fertig zu kaufen gibt wie etwa Bio-Seifengrundlage. Man kann sie dann ganz einfach mit den Zutaten verfeinern, die man gerne mag und von denen man weiß, dass sie gut wirken. So ist es mit Honig in der Seife, der sich hier perfekt eignet. Er pflegt und duftet.

Für folgendes Rezept habe ich Seifenbasis mit Ziegenmilch verwendet. Es gibt sie meist als Kilopackung zu kaufen. Ich habe dieses Kilo in vier Teile geteilt und daraus Honigseife gemacht.

Und das geht so: Die Seifenbasis macht ihr in einem Wasserbad flüssig und gebt dann den Honig dazu. Ich habe 250 Gramm Seifenbasis genommen und dann einen dicken Esslöffel Berliner Honig hinzugefügt – in meinem Fall Frühlingshonig. Dann wird alles kräftig umgerührt und in Formen gegossen.

Die Formen sollten möglichst aus Silikon sein, damit man die fertige Seife auch wieder herausbekommt. Ich habe Eiswürfelformen verwendet, denn ich wollte kleine Seifen zum Verschenken machen. Im Handel gibt es aber auch größere Formen extra für Seifen.

Die Seifenhonigmasse muss nach dem Abfüllen mindestens 24 Stunden Zeit zum Durchhärten bekommen. Dann ist sie schon fertig und kann Eure Hände – oder die der Beschenkten – mit cremigem, duftenden Schaum säubern und pflegen.

Viel Spaß beim Nachmachen und Händewaschen! Eure Jana

Imkerporträt: Dietmar aus Kreuzberg

12. Oktober 2016

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Ein Teil der Bienenvölker von Dietmar steht auf dem Luisenstädischen Friedhof am Südstern in Kreuzberg. Neben den Holzbeuten hat Dietmar Stühle aufgestellt und sitzt dort oft nach seiner Arbeit als Krankenpfleger in der Psychiatrie und schaut den Bienen zu. „Das ist eine gute Entspannung“, sagt der langjährige Imker, der seine Bienen im Frührjahr und im Sommer fast täglich besucht.

Schon Mitte der 90er Jahre hat Dietmar mit dem Imkern begonnen. Damals hat er in Brandenburg einen älteren Imker kennengelernt, dem er erst einmal eine Zeit über die Schulter schauen durfte. „Er hat mir dann im nächsten Jahr drei Völker verkauft und mich dann die nächsten zwei Jahre beim imkern unterstützt.“ Seit sechs Jahren hat Dietmar auch Bienenstöcke in Berlin – zuerst im Interkulturellen Garten im Gleisdreieckpark, später auch auf dem Luisenstädischen Friedhof und seit zwei Jahren auf den Grundstücken von diversen Vivantes Kliniken.

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Mit seiner Imkerei setzt sich Dietmar auch dafür ein, Flüchtlingen eine sinnvolle Beschäftigung in Berlin zu geben. Im Interkulturellen Garten imkert er mit bosnischen Kriegsflüchtlingen und auf dem Friedhof mit einem Kriegsflüchtling aus dem Sudan. Aber auch Projekte mit Kindern liegen dem Imker an Herzen. So versorgt er im Krankenhaus Neukölln seine Bienen gemeinsam mit Kindern aus der psychiatrischen Tagesstätte. Dietmar gibt selbst auch Imkerkurse.

Berliner Honig hat Dietmar durch eine Informationsveranstaltung im Kreuzberger Imkerverein kennengelernt und auch bei Kaisers gesehen. Heute ist er selbst ein Imker, dessen Honig man in den Berliner Supermärkten kaufen kann.

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Honig, Wachs und Propolis: Bienenprodukte machen schön

5. Oktober 2016
Frischer Honig

Frischer Honig ist besonders lecker. Aber nicht nur das: er macht auch schön.

Cremes mit Honig oder Lippenbalsam mit Bienenwachs – in vielen Kosmetikprodukten findet man mittlerweile Bienenprodukte. Doch was bewirken die Stoffe aus dem Bienenstock? Wir haben eine Expertin gefragt.

Honig wirkt antibakteriell, genau wie das Kittharz Propolis. So wird Honig gerne Shampoos, Haarkuren und Gesichtswasser eingesetzt – auch wegen seinem Duft. Propolis dient als entzündungshemmender und konservierender Zusatz in kosmetischen Präparaten zur Mundhygiene etwa in Lippenpflegestiften, Mundwasser oder Zahnpasta. Es wird aber auch in Deos verwendet.

Bienenprodukte gegen Falten

Bienenwachs gibt Cremes und Balsam eine gute Konsistenz und Gelée Royale wird als wahres Wundermittel gegen die Hautalterung angepriesen. Auch Bienengift ist manches Mal eine Zutat in Hautcremes und soll der Faltenbildung vorbeugen.

Das was die Bienen in ihrem Stock produzieren – und das ist weit mehr als nur Honig – wird immer öfter auch in Kosmetik eingesetzt. Und das hat gute Gründe.

Bienenprodukte in der Kosmetik erleben derzeit eine Renaissance. „Zurück zur Natur liegt generell im Trend. Dazu gehört auch das Herstellen der eigenen Naturkosmetik. Hierbei haben Bienen und deren Produkte ein besonders „naturverbundenes“ Image“, erklärt Annette Schroeder vom Bieneninstitut der Universität Hohenheim, warum sowohl fertige Kosmetik aus Honig, Bienenwachs und Co als auch Rezepte dafür gefragt sind.

Schon seit Jahrtausenden werden Bienenprodukte in der Kosmetik eingesetzt. „Sogar der ägyptischen Königin Kleopatra wird Ihre Schönheit einem täglichen Bad in Milch und Honig zugeschrieben und Hippokrates behandelte bereits eitrige Wunden mit Honig“, sagt Expertin Schroeder. Generell könnten alle Bienenprodukte in der Kosmetik eingesetzt werden.

Honig: Nahrung für die Haut

Die Wirkung von Honig in der Kosmetik bezieht sich dabei vor allem auf die „Ernährung“ der Haut, denn Honig bindet Feuchtigkeit und versorgt die Haut mit dem, was sie meist sehr dringend braucht: Wasser. Er wirkt beruhigend und klärt Hautunreinheiten durch seine antibakterielle Wirkung.

Bienenwachs dient wie beschrieben meist als Hilfsmittel in der Kosmetik, da es für eine gute Konsistenz der Cremes, Salben und Balsame sorgt – je nach verwendeter Menge. Es ist neutral und nicht reizend auf der Haut.

Propolis hingegen kann durchaus eine Wirkung auf die Haut haben, die man als „reizend“ beschreiben kann. Propolis, das Kittharz aus dem Bienenstock, setzen die Bienen als Isolierung ein und verstopfen damit die Ritzen im Stock. Sie wehren damit aber auch Bakterien, Viren und Pilze ab, die von außen eindringen wollen. Propolis besteht aus verschiedenen, von den Bienen gesammelten, flüssigen Harzen und Bienenspeichel. Es hat eine starke Wirkung und so kann es auch zu starken Reaktionen der Haut kommen, wenn man es nicht verträgt.

Seine antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung wird gerne gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum und in Handcremes eingesetzt. Propolis regeneriert das Hautgewebe und kann so helfen eine Narbenbildung nach Verletzungen zu verhindern. Daneben hat es einen lokalanästesierenden Effekt und steigert die körpereigenen Abwehrkräfte.

Bienenprodukte können Allergien auslösen

Doch Propolis kann – wie andere Bienenprodukte auch – Allergien auslösen. „Daher rate ich dringend davon ab, Propoliskosmetik täglich anzuwenden“, sagt Annette Schroeder. Proplisallergien seien Kontaktallergien und treten vergleichsweise häufig auf. Da Propolis zudem eine antibiotische Wirkung hat, sollte es nur bei Bedarf verwendet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es im Falle des Falles nicht mehr wirkt.

Zu den oft verwendeten Bienenprodukten in der Kosmetik gehört auch Gelée Royale. Es ist das Drüsensekret der Ammenbienen, mit dem sie in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen die Arbeiterbienen und die Königin ihr ganzes Leben lang füttern. Es wirkt bakterizid, antibiotisch und antiviral und es soll wegen seiner vielen gesunden Inhaltsstoffen dem Alterungsprozess entgegenwirken. Gelée Royale enthält 16 Aminosäuren, 12 Vitamine sowie Kalium, Phosphor, Eisen, Calcium, Kupfer und Silizium.

Kosmetik aus Bienenprodukten selbst herstellen

Die positiven Eigenschaften der Bienenprodukte kann man also nutzen, wenn man entsprechende Kosmetik verwendet. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass auf die eigene Haut keine unbekannten Stoffe kommen und dass die Kosmetika ordnungsgemäß hergestellt ist – denn dafür gelten strenge Vorschriften – sollte sie selbst herstellen. Dann hat man auch Einfluss darauf, wie viel der guten Stoffe in der Kosmetik landet. Denn auch wenn „Honig“ auf der Verpackung steht, muss er noch nicht in großen Mengen im Produkt enthalten sein. Hier lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste: umso weiter vorne eine Zutat steht, umso mehr davon ist drin.

Das Bieneninstitut in Hohenheim, von dem die Basisinfos dieses Textes stammen, rät zum Selbermachen, denn Kosmetik mit Bienenprodukten sei besonders kostbar und trotzdem einfach herzustellen. Auch Expertin Annette Schroeder stellt ihre Kosmetik selbst her und verwendet hierzu vor allem eigenen Honig und eigenes Wachs.

Grundlegende Infos zur Herstellung und zur Konservierung und Lagerung gibt es unter bienenkunde.uni-hohenheim.de.

Rezepte für Kosmetik aus Bienenprodukten gibt es regelmäßig auch in unserem Blog.>>>

Viel Spaß beim Creme-Rühren und Gesichtsmasken herstellen. Eure Jana

Vanilla Campaign: Vanilleanbau soll Gutes tun

3. Oktober 2016
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Fotos: Vanilla Campaign

Nur die Bienen der Art Euglossa Viridissima können die Vanillepflanzen bestäuben. Nur einmal im Jahr öffnen die Pflanzen für wenige Stunden im Morgengrauen ihre Blüten. Vanille gilt als das zweitteuerste Gewürz der Welt. Sebastian Berlein verkauft echte Vanille aus Mexico und möchte den Anbau dort bio-zertifizieren lassen. Dafür hat er eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Ein Dankeschön-Geschenk an alle, die mitmachen: Berliner Honig mit Vanille.

Wer bist Du und was machst Du?

Mein Name ist Sebastian Berlein. Ich lebe seit fünf Jahren in Mexiko. Ich arbeite mit Gründern am deren Konzepten in beratender Funktion und ich gründe auch selbst. Aktuell ist die Vanilla Campaign mein Unternehmen. Ich biete die beste Vanille der Welt von ihrem Ursprung aus Mexiko an. Aber noch mehr als das: Ein Teil des Verkaufspreis wird dafür eingesetzt, vor Ort einen Ökopark zu unterstützen. Weiterhin trete ich für faire Bezahlung sowie Respekt vor Natur und Mensch ein. Preis und Qualität mache ich transparent und einsehbar. Meine Vanille tut Gutes.

Welche besondere Idee steckt in Deinem Unternehmen?

Mein Antrieb ist direkt vor Ort für positive Veränderungen einzutreten. Ich erfuhr, dass Vanille ursprünglich aus Mexiko kommt. So bin ich nach Papantla, der Ursprungsregion der Vanille in Mexiko, gefahren und habe Vanille kennen und lieben gelernt. Gleichzeitig habe ich gesehen, dass die Produzenten und die Region vor Ort kaum profitiert. Das will ich ändern.

Warum ist die Vanille Deiner Meinung ein Produkt, das man mehr nutzen sollte?

Vielleicht geht es gar nicht darum diese mehr zu nutzen, sondern bewusster. Vanille ist das zweitteuerste Gewürz der Welt. Lediglich die Vanillepflanze wurde von Spaniern und Franzosen in andere Länder z.B. Madagaskar exportiert. Ich war erstaunt, dass es in Europa kaum bekannt ist, dass man hierzulande lediglich die „Kopien“ von Vanille kennt. Oder anders gesagt, dass kaum jemand echte Original-Vanille aus Mexiko jemals probiert hat. Vanille aus Mexiko gilt als die herausragendste Vanille der Welt. Im Gegensatz zu Vanille aus Madagaskar, Tahiti oder anderen Regionen, hat die mexikanische Vanille einen Vanillinanteil von signifikant mehr als zwei Prozent. Hinzukommt eine Haltbarkeit von mindestens zwei Jahren und die außergewöhnliche Länge von zwanzig Zentimetern.

Wie wird Vanille angebaut und was hat das mit Bienen zu tun?

Nur einmal im Jahr für wenige Stunden im Morgengrauen öffnet sich die Blüte der Orchidee. Nur ganz spezielle Bestäuber – in diesem Fall Bienen der Art Euglossa Viridissima – können diese bestäuben. Diese Bienenart überlebt nicht in Madagaskar, dort wird ausschließlich per Hand bestäubt. Dann entsteht eine grüne Orchideen Kapselfrucht, welche einige Monate reift, fermentiert und dann zur eigentlichen Vanille wird. Ein hoch komplizierter Prozess vom Anbau, Ernte und Fermentierung. Daher kommt auch der Ruhm das zweitteuerste Gewürz der Welt zu sein.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Dich und wie setzt Du Dich für sie ein?

Nachhaltigkeit ist für mich im Grunde, dass die Dinge die ich tue Sinn ergeben. Die Vanilla Campaign entstand, für positive Veränderungen in Gesellschaft, Umwelt und Ökonomie. Konkret: Mit der Vanilla Campaign verbunden ist ein Projekt gemeinsam mit dem Ecopark Xanath in Papantla für den Schutz der Lebensumgebung der Bienen. Diese leben an den Hängen in einem noch intakten Ökosystem. Die Vanilla Campaign setzt sich dafür ein, dass dies so bleibt.

Vanille wird nicht in Berlin angebaut, trotzdem arbeitet ihr hier in der Hauptstadt. Warum?

Ich bin vor fünf Monaten nach Berlin gekommen, um meiner Vanille ein Gesicht zu geben und aktiv mein Projekt nach vorne zu bringen. Heutzutage ringt alles um Aufmerksamkeit. Es ist sehr schwer geworden, Menschen mit guten Dingen zu erreichen.

Was macht Euch zu einem Berliner Unternehmen?

Berlin ist ein idealer Ort, um viele Leute zu treffen, mit vielen Unternehmen zu sprechen, kurz das Projekt zu verbreiten und Partner zu gewinnen. Hier sitzt der Großteil meiner Gewerbepartner, z.B. die Eismanufaktur Vanille Marille. Ich arbeite aber auch mit dem verrückten Eismacher in München zusammen sowie auch mit Betrieben in der Schweiz und Österreich. Zudem habe ich in Berlin viele andere Sozialunternehmen – wie z.B. Quartiermeister – mit denen ich mich austauschen kann in wichtigen Fragen.

Wo kann man Eure Vanilleschoten kaufen?

Für kleine Mengen direkt und unkompliziert über die website online vanillacampaign.com. Für Gewerbe und größere Mengen biete ich einen exklusiven Service, welcher darin besteht, dass ich in der Regel zusammen mit dem Unternehmen eine passende Schote aussuche und berate. Zudem will ich mir auch ansehen, wo die Vanille landet. Es geht mir darum ein gutes Zuhause zu finden für die Vanille aus Mexiko zu finden.

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Was verbindet Euch mit BerlinerHonig?

Den Tipp für BerlinerHonig bekam ich über die Stiftung Entrepreneurship. Im Rahmen der Crowdfunding Kampagne „Vanille tut Gutes“ habe ich nach Honigherstellern gesucht. Aber nicht nach irgendeinem. Ich wollte Honig nehmen mit Identität. Dieser Honig wird mit Vanille aromatisiert und im Rahmen der Kampagne als Dankeschön für Unterstützer angeboten. Ich arbeite mit viel Energie und Zeit an der Bio-Zertifizierung für die Vanille aus Mexiko, um mehr vor Ort positiv verändern zu können.

Mehr über die Crowdfunding Kampagne „Vanille tut Gutes“ erfahrt ihr hier.>>>

Mehr Infos zur Vanilla Campaign gibt es hier.>>>

 

Gebratene Honig-Banane

29. September 2016

Foto: Jana Tashina Wörrle

Der Duft macht Appetit und wenn man diesen leckeren Nachtisch gegessen hat, ist man ordentlich satt: Gebratene Banane mit Honig.

Zugegebenermaßen ist die Konsistenz etwas gewöhnungsbedürftig: Erst knuspert es ein wenig und dann wird es cremig – man kann es auch matschig nennen. Die Banane lässt sich nicht durchweg knusprig braten, aber dennoch ist die Kombination der Schichten und des süßen Honigs mit dem Fruchtgeschmack der Banane sehr lecker.

Für eine Portion braucht ihr: eine Banane, einen Teelöffel flüssigen Berliner Honig, ein bisschen Butter, eine Pfanne, ein Messer und einen Teller.

Nicht zu heiß und nicht zu kalt genießen

Die Banane wird in Stücke geschnitten und in eine heiße Pfanne mit Butter gegeben. Dann bratet ihr beide Seiten der Bananenstücke so lange an, bis sie etwas braun wird. Vorsicht, sie klebt schnell an.

Die angebratenen Scheiben legt ihr auf einen Teller und lasst sie ein wenig abkühlen – am besten nur so lange, bis sie gut genießbar ist. Lässt man sie zu lange abkühlen, geht viel vom guten Geschmack des Nachtischs verloren bzw. wird dann alles sehr matschig.

Auf dem Teller werden die Bananenstücke dann einfach mit dem flüssigen Berliner Honig bekleckert. Mit einem Löffel verteilt ihr so viel Honig über den duftenden Bananenbratlingen, wie ihr es mögt.

Und dann genießen! Eure Jana