Imkerporträt: Jürgen und Irene aus Neukölln

20. September 2016

Eine Mittsommernacht in Schweden brachte Jürgen auf die Idee, mit dem Imkern anzufangen. Das war vor fünf Jahren und in dieser Nacht erzählten ihm Freunde aus Malmö, dass sie nun ihr erstes eigenes Bienenvolk hätten – in der Stadt. Jürgen war fasziniert und als begeisterter Honigesser wollte er es seinen Freunden gleichtun und auch in Berlin Bienen halten.

Berliner Blütenvielfalt

Mittlerweile kümmert er sich gemeinsam mit seiner Partnerin Irene um mehr als nur ein Volk. Sie imkern an ganz verschiedenen Stellen in der Stadt: „Garten, Brachflächen, Waldrand. Auch ein Dach ist dabei“, zählt Jürgen auf und berichtet dann sogleich von dem sehr abwechslungsreichen Honig, den er damit ernten kann: „Unsere Bienen bringen uns aus der Berliner Blütenvielfalt Frühjahrshonig, mal mit aromatischem Kastanienanteil, mal mit milder Robinie. Die Sommertracht hat manchmal mehr feincremige Linde und manchmal mehr herben Honigtau.“

In diesem Jahr ist Jürgen auch zum ersten Mal mit seinen Bienen gewandert und hat sie zur Rapsblüte in Brandenburg aufgestellt und so auch Rapshonig geerntet. Bei die Fragen, wie oft er Honig ist und welchen Honig er am liebsten mag, muss Jürgen nicht lange überlegen: „Viel. Pur am liebsten. Frischer Wabenhonig“, sagt er.

Familie der Honigliebhaber

Den Start seines Imkerdaseins begann im Imkerverein Neukölln und mit der Unterstützung von zwei erfahrenen Imkerinnen, die ihn und Irene ein Jahr lang begleiteten. „Seitdem nutzen wir viele Gelegenheiten, mehr über die Bienen zu erfahren und uns in der Bienenhaltung fortzubilden“, erzählt Jürgen. Auch der Rest der Familie unterstützt ihn: „Sie sind meine begeisterten Tischler und Honigliebhaber.“

Jürgen und Irene imkern in Neukölln und Treptow. Sie freuen sich seinen Honig über die Berliner Bärengold GmbH nun in ganz Berlin und in der Umgebung anbieten zu können.

Jürgen und Irene gehören zu den Imkern, deren Honig ihr als frischen Berliner Honig von der Berliner Bärengold GmbH kaufen könnt. Mehr über die anderen Imker kannst Du hier nachlesen.>>>

Honig-Bodylotion selbst gemacht

15. September 2016
honig-bodylotion

Foto: Jana Tashina Wörrle

Milch und Honig – es gibt kaum eine bessere Kombination, wenn es um Körperpflege geht. Sie machen die Haut geschmeidig und geben reichlich Nährstoffe. So macht ihr aus nur wenigen Zutaten und ein paar Handgriffen Bodylotion selbst.

Ideal ist selbst gemachte Kosmetik, denn bei ihr kann man sich sicher sein, was drin ist und ob man sie verträgt. Kosmetik selbst herzustellen, muss auch gar nicht aufwendig sein. Für das folgende Rezept braucht ihr nur flüssigen Honig, ein gutes Öl und Vollmilch. Außerdem solltet ihr einen Pürrierstab zur Hand haben.

Die Zutaten für die Honig-Bodylotion

Jetzt geht es ans Selbermachen von Honig-Bodylotion. Ihr braucht dazu:

  • 100 Milliliter Öl – Ich habe Olivenöl verwendet, es geht aber auch beispielsweise Mandelöl.
  • 50 Milliliter Vollmilch mit mindestens 3,5 Prozent Fett
  • einen halben Teelöffel Berliner Honig – Hier wählt ihr am besten Berliner Frühling oder Robinienhonig aus dem Umland, da diese Sorten meist flüssig sind.

Die Milch sollte bestenfalls Zimmertemperatur haben. Ihr gebt sie in einen Mixbecher und fangt an, sie kräftig mit dem Pürrierstab zu quirlen. Dann gebt ihr langsam und Schluck für Schluck das Öl dazu und rührt einige Minuten weiter bzw. so lange, bis die Masse beginnt fester zu werden.

Als letzte Zutat kommt der Honig hinzu. Auch wenn Honig sehr gut für die Haut ist, müsst ihr bei der Dosierung vorsichtig sein, denn Honig ist klebrig. Mehr als ein knapper halber Teelöffel solltet ihr nicht hinzugeben, denn ansonsten klebt die Bodylotion auf der Haut.

Die Masse aus den drei Zutaten wird dann nochmals kräftig gerührt und dann in den Kühlschrank gestellt. Etwas gekühlt, wird sie nochmals ein wenig fester und dann heißt es: Eincremen!

Im Kühlschrank hält sich die Honig-Bodylotion auf jeden Fall einige Tage.

Variante: Honig-Pflegemaske

Als Variante für diejenigen, die die pflegenden und desinfizierenden Eigenschaften von Honig besonders schätzen, bietet es sich an, die Bodylotion mit einer größeren Menge an Honig (etwa einen dicken Teelöffel) zu versehen und sie dann als Maske aufzutragen. Nach einer Einwirkzeit von etwa 15 Minuten könnt ihr sie mit warmen Wasser abwaschen und es bleibt kein Klebeeffekt übrig. Stattdessen: zarte, duftende Haut.

Viel Spaß beim Nachmachen und beim Eincremen! Eure Jana

Fruchtpapier vom Berliner Dörrwerk

7. September 2016

Habt ihr schon einmal Fruchtpapier gegessen? Es ist nur aus Obst und Gemüse gemacht, das ohne diese Verarbeitung auf dem Müll landen würde – nicht weil es schlecht ist, sondern weil es kleine optische Macken hat.

In unserer neuen Rubrik „Befreundete Unternehmen“ wollen wir Euch andere Berliner Manufakturen anhand eines kurzen Fragebogens vorstellen. Die Antworten gab diesmal Zubin Farahani, der Gründer des Dörrwerks.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind eine Berliner Manufaktur für nachhaltige Snacks aus getrocknetem Obst und Gemüse. Unsere Produkte sind knusprig, sehr lecker und völlig ohne Zusatzstoffe – auch ohne zugesetzten Zucker.

Welche besondere Idee steckt in Eurem Unternehmen?

Für unsere Fruchtsnacks verwenden wir gerettetes Obst, also Früchte, die aufgrund von optischen Mängeln nicht mehr in den Einzelhandel kommen. Dieses Obst kaufen wir entweder direkt beim Landwirt oder beim Importeur und verarbeiten es zu Püree. Das Püree wird anschließend schonend und bei niedriger Temperatur getrocknet. So entsteht unser Fruchtpapier – hauchdünn und knusprig.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Euch und wie setzt ihr Euch für sie ein?

Nachhaltigkeit bedeutet den schonenden Umgang mit Lebensmitteln, aber auch mit Menschen. Dazu gehört natürlich die Verwendung und „Rettung“ von z.B. frischen Früchten aber auch die faire Entlohnung der Landwirte, Händler und Mitarbeiter. Wir möchten Deutschlands nachhaltigster Snack-Hersteller werden und gleichzeitig die Lebensmittelverschwendung aktiv reduzieren.

Was macht Euch zu einem Berliner Unternehmen? Wie viel Berlin steckt in Euren Produkten?

Unsere Idee entstand im Sommer 2014 in Berlin Schöneberg. Jonas und Zubin sind sogar gebürtig aus Berlin und auch Philipp – eigentlich aus Regensburg – wird Berlin sicherlich auch bald zu seiner Wahlheimat erklären. Wir produzieren unser Fruchtpapier in unserer Manufaktur im Berliner Marienpark und verarbeiten auch die meisten Früchte direkt bei uns in der Manufaktur.

Wo kann man das Fruchtpapier kaufen?

Unsere Snacks kann man über unseren Onlineshop auf doerrwerk.de kaufen oder in einem der Geschäfte, die auf unserer Website unter „Händler“ angegeben sind – die meisten davon Feinkostläden oder kleine Cafés.

Berliner Honig bei Kaufland

1. September 2016

Neue Aufsteller von Berliner Honig: Das waren die Vorbereitungen für den Verkaufsstart bei Kaufland.

Seit heute ist es soweit und Berliner Honig ist nun auch bei Kaufland vertreten. Zum 1. September 2016 haben die folgenden Märkte eine Erstausstattung von unseren Honigen bekommen.

Hier findet ihr nun unsere Holzaufsteller mit den drei Berliner Honigsorten: Berliner Frühling, Berliner Sommer und Hauptstadtlinde sowie den verschiedenen Sorten aus dem Umland unter der Marke Bärengold:

  • Kaufland Berlin-Steglitz, Ostpreußendamm 60
  • Kaufland Berlin-Schöneberg, Bessemerstraße 57-75
  • Kaufland Berlin-Marzahn, Märkische Allee 166, 168, 172
  • Kaufland Berlin-Ahrensfelde, Landsberger Chaussee 17
  • Kaufland Berlin-Pankow, Breite Straße 19 – 21A
  • Kaufland Berlin-Biesdorf, Weißenhöher Straße 88-108
  • Kaufland Berlin-Reinickendorf, Residenzstraße 85
  • Kaufland Berlin-Reinickendorf, Ollenhauerstraße 122
  • Kaufland Dallgow-Döberitz, Döberitzer  Weg 3
  • Kaufland Berlin-Haselhorst, Am Juliusturm 40-46
  • Kaufland Berlin-Prenzlauer Berg, Storkower Str. 139
  • Kaufland Berlin-Heinersdorf, Romain-Roland-Straße 13
  • Kaufland Berlin-Friedrichshain, Hermann-Blankenstein-Straße 38
  • Kaufland Berlin-Niederschöneweide, Schnellerstraße 21
  • Kaufland Berlin-Lichterfelde, Goerzallee 195
  • Kaufland Berlin-Adlershof, Rudower Chaussee 12
  • Kaufland Berlin-Lichtenberg, Marktstraße 6
  • Kaufland Berlin-Märkisches Viertel, Senftenberger Ring 15-17
  • Kaufland Berlin-Wilhelmstadt, Wilhelmstraße 21-25

Viel Spaß beim Honig kaufen! Schickt uns doch mal ein Foto, wenn ihr unseren Aufstellen in einer Kaufland-Filiale entdeckt.

Erfrischendes Honig-Joghurt-Eis

28. August 2016
Honigeis

Honigeis ohne Eismaschine: Was man lange rührt, wird dann umso leckerer. Foto: Jana Tashina Wörrle

Der Sommer ist wieder da und er bringt nochmals Hitze mit. Jetzt tut eine eisige Erfrischung gut. So macht ihr selbst ein leckeres Honig-Joghurt-Eis.

Kaum etwas kühlt leckerer ab als Eis – am besten selbst gemacht und am besten mit Honig gesüßt. Dazu brauch man übrigens keine teure Eismaschine und nur drei Zutaten.

 

Ihr braucht:

  1. 600 Gramm griechischen Joghurt bzw. Joghurt mit zehn Prozent Fett
  2. 200 Gramm Berliner Honig
  3. einen Esslöffel Zitronensaft

Und so einfach geht es:

Joghurt, Honig und Zitronensaft gebt ihr in eine Schüssel mit Deckel und verrührt alles gut miteinander. Die Schüssel stellt ihr dann ins Gefrierfach.

Nun kommt die Besonderheit: Das Honigeis braucht eine ständige Betreuung. Bis es fertig ist, dauert es insgesamt etwa fünf bis sechs Stunden. Damit das Eis schon cremig wird, müsst ihr es allerdings jede Stunde einmal kräftig umrühren. So werden die groben Kristalle zerstört und es bekommt eine schöne Konsistenz.

Tipp: Das fertige Eis sollte nicht zu lange im Gefrierfach bleiben, denn dann kann die Cremigkeit wieder verloren gehen. Also am besten alles schnell aufessen.

Lasst Euch erfrischen und lasst es Euch schmecken! Eure Jana

Imkerporträt: Holger aus Biesdorf

15. August 2016

Holger-Piper_Kindergruppe_1Im Frischeparadies in Prenzlauer Berg hat Holger sein erstes Glas Berliner Honig gekauft und sofort geschmeckt, dass es Honig direkt vom Imker ist. „Der leckere Honig hat mich dabei bestärkt, es selbst zu versuchen“, erzählt der Imker aus Berlin-Biesdorf. Mittlerweile imkert Holger seit fünf Jahren und mit der Begeisterung für guten Honig und die Bienen wurde auch das Interesse an Wildbienen in ihm geweckt.

In seinem Beruf, bei dem er sich mit der technischen Überwachung von Windenergieanlagen beschäftigt, vermisst der heutige Städter dann doch das ein oder andere Mal, den Kontakt zur Natur und zur Landwirtschaft. Aufgewachsen ist Holger auf einem Bauernhof auf Rügen mit Rindern, Pferden, Schweinen, Hühnern und Gänsen. Zivildienst und Studium haben ihn dann nach Berlin gebracht.

Faszination Wildbiene

Als er vor einigen Jahren einen guten Bekannten zu seinen Bienen begleitete, war das der letzte Anstoß, der gefehlt hatte, um Holger zum Stadtimker zu machen. So besorgte er sich Bücher über Bienen und Imkerei, besuchte Imker und wurde Mitglied im Imkerverein Weißensee. Dort lernte er HonigMicha (auch ein BerlinerHonig Imker) kennen, der sein Imkerpate wurde und ihm in den ersten Jahren mit Rat und Tat zur Seite stand.

Mittlerweile ist Holger nach Biesdorf gezogen und Mitglied im Imkerverein Wuhletal geworden. Seine Biene stehen in einer weiträumigen Grünanlage in Lichtenberg, und er besucht sie regelmäßig.

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„Mit Tieren hatte ich schon immer viel zu tun“, sagt Holger und schwärmt: „Aber die Welt der Bienen ist ganz anders als das, was ich bisher kannte.“ Fasziniert ist er von der effizienten Arbeitsteilung der Honigbienen und zugleich froh, über sie die Welt der Wildbienen kennengelernt zu haben: „Ihr Leben spielt sich scheinbar im Verborgenen ab. Aber so viele Arten wie es von ihnen gibt, so groß ist auch ihre Vielfalt: von Generalisten bis zu Spezialisten ist alles dabei. Auch bei ihnen gibt es viel Spannendes zu entdecken.“

Immer wieder besucht Holger Seminare und Veranstaltungen, um mehr über die wilden Kolleginnen der Honigbienen zu lernen. Sein Wissen gibt er gerne auch an andere weiter, wie zum Beispiel an Kindergruppen im Bienenlehrgarten in Wuhletal.

Favorit Jahreszeitenhonig

Treu geblieben ist Holger seiner Honigbegeisterung, sein Honigkonsum ist allerdings gestiegen, seitdem er eigene Bienen hat. Er isst Honig immer zum Frühstück – ob auf dem Brötchen oder im Müsli – und ab und zu auch mal einen Löffel zwischendurch.

Am liebsten mag Holger die Geschmacksvielfalt sogenannter Jahreszeitenhonige. Sie stammen nicht nur vorrangig aus dem Nektar einer bestimmten Pflanzengruppe. Jahreszeitenhonige wurden über einen langen Zeitraum gesammelt und haben dadurch unterschiedlichsten Ursprung: Frühlingsblüten oder Sommerblüten. In jedem Jahr ist der Geschmack dieser Honige etwas anders. Darin schmeckt man seiner Meinung nach die Jahreszeiten und die Region, in der die Bienen ausfliegen. Und die verändern sich ja auch in jedem Jahr etwas.

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Holger ist einer der Imker, deren Honig ihr als frischen Berliner Honig von der Berliner Bärengold GmbH kaufen könnt. Mehr über die anderen Imker kannst Du hier nachlesen.>>>

Haferflockenkekse mit Honig

12. August 2016

Haferflockenkekse

Zu Kaffee oder Tee, für unterwegs, für Groß und Klein: Kekse schmecken immer.

Hier bekommt ihr ein ganz einfaches Rezept für leckere, knusprige Haferflockenkekse mit Honig.

Für ein Blech voller Kekse braucht ihr:

  • 120 Gramm Butter
  • 300 Gramm Haferflocken
  • eine große Hand voll Rosinen
  • 50 Gramm Berliner Honig
  • 50 Gramm Zucker
  • zwei Eier
  • ein Päckchen Vanillezucker
  • einen halben Teelöffel Backpulver
  • 30 Gramm Mehl

Als erstes lasst ihr die Butter schmelzen und mischt sie mit den Haferflocken und den Rosinen. Während diese Masse abkühlt, rührt ihr die Eier mit dem Honig und dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig. Dann wird alles gemischt und mit Mehl und Backpulver vermengt.

Jetzt geht es schon aufs Backblech: Am besten nehmt ihr zwei Teelöffel und formt aus der Masse kleine Häufchen, die ihr dann auf Backpapier auf das Blech setzt und etwas platt drückt.

Das Blech mit den Teighäufchen kommt dann in den auf 190 Grad vorgeheizten Ofen und bleibt dort für zehn bis 15 Minuten drin. Wenn sie leicht braun geworden sind und herrlich duften, sind die Haferflockenkekse fertig.

Vorsicht heiß! Trotz Honigduft: Verbrennt Euch nicht die Zunge. Guten Appetit!

Obst und Gemüse: Bienen sorgen für Vielfalt

5. August 2016

Was Bienen leisten, verzaubert nicht nur Honigliebhaber, wenn sie die Süße schmecken, das Aroma riechen und sich den Geschmack von Robinien, Linden oder Kastaniennektar auf der Zunge zergehen lassen. Die Leistung der Honigbiene hat noch ganz andere Qualitäten: sie sorgt dafür, dass wir eine große Vielfalt an verschiedenen Obst- und Gemüsesorten zur Auswahl haben.

Kirschen

Von den 2.000 bis 3.000 Nutz- und Wildpflanzen, die hierzulande heimisch sind, sind rund 80 Prozent auf die Bestäubung durch die Honigbiene angewiesen. Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier, gleich nach Rind und Schwein. Das, was sie gemeinsam mit anderen Insekten für die Bestäubung leistet, haben Wissenschaftler in einem konkreten Wert umgerechnet: Sie kommen auf etwa zwei Milliarden Euro an „volkswirtschaftlichem Nutzen“. Auch der Honigertrag wurde hierbei berücksichtigt.

Wie erwähnt, bekommt die Honigbiene bei der Bestäubung Unterstützung von anderen: Wildbienen, Schmetterlinge, Fliegen und andere Insekten. Doch kein anderer außer ihr versteht sich so gut im Teamwork und tritt in einer so großen Anzahl an Individuen auf, die gemeinsam an der selben Sache arbeiten. Ein Bienenvolk muss man immer als Ganzes sehen und als Ganzes leistet es Enormes. Ein einziges Honigbienenvolk kann nach Angaben des Nabu pro Tag drei Millionen Obstblüten bestäuben.

Äpfel

Gerade jetzt im August ist die Auswahl an Obst riesig. Auf den Wochenmärkten quellen die Verkaufstische regelrecht über von Kirschen, Pflaumen, Aprikosen und Pfirsichen, von Äpfeln und Birnen. Nicht zu vergessen das Gemüse: Möhren oder Kürbis zum Beispiel. Auch sie sind erst so schön und saftig geworden wie wir sie jetzt und noch weit in den Spätsommer hinein ganz frisch bekommen, weil Bienen sie bestäubt haben.

Bei Kürbisgewächsen wie der Zucchini und bei den Auberginen sind es übrigens oft Hummeln, die die Blüten bestäuben. Dabei beißen sie die Blüten von außen an und bringen sie durch Flügelschlagen zum Vibrieren. Durch dieses Beben wird die Blüte bestäubt. Hummeln zählen zu den Wildbienen.

Möhren

Obst, das von Bienen bestäubt wurde, ist den Erfahrungen der Forscher vom Laves Bieneninstitut in Celle zufolge schwerer und größer, wohlgeformter und süßer, widerstandsfähiger gegen Krankheiten und kann besser gelagert werden. Die Erträge steigen zudem stark an, wenn Bienen am Werk waren. Bei Himbeeren und Erdbeeren ist beispielsweise laut Nabu eine Steigerung um 50 Prozent möglich, bei Birnen um 70 Prozent, bei Pflaumen um 75 und bei Sauerkirschen um fast 80 Prozent. Bei Äpfeln sind es sogar über 80 Prozent.

Um zu zeigen, wie wichtig die Bienen tatsächlich dafür sind, dass wir so viele verschiedene Früchte essen können, muss man sich die Bestäubung einmal genauer ansehen: Damit eine Blüte bestäubt wird, muss der Pollen einer anderen Blüte auf der Narbe der Blüte landen bzw. wird er hier von der Bienen abgestreift, wenn sie den Nektar sammelt. Der Pollen hat sich meist ganz einfach in ihren Härchen am Körper verfangen und landet so „nebenbei“ auf der nächsten Blüte, die sie anfliegt. Das Pollenkorn wandert dann von der Narbe zur Eizelle im Innern des sogenannten Fruchtknotens. Dieser Fruchtknoten entwickelt sich später zur Frucht.

Aprikosen

Alle typischen Obstsorten, die bei uns wachsen wie Äpfel, Birnen, Süß- und Sauerkirschen, Zwetschgen, Pflaumen und Mirabellen, Aprikosen, Pfirsiche und Quitten sowie die vielen Beerensorten sind also auf die Bienen als Bestäuber angewiesen. Die Bestäubung durch den Wind ist bei den Obstsorten eher selten.

Auch beim Gemüse läuft das ähnlich ab, wobei weit mehr Obst- als Gemüsesorten auf Bienen angewiesen sind. Das zeigt die Natur schon alleine daran, dass Gemüse den Bienen grundsätzlich nicht ganz so viel von dem attraktiven Nektar bietet, der sie zu sich lockt.

Viel Spaß beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt! Eure Jana

Kürbis

Sportliche Zwischenmahlzeit: Schokoladiger Honig-Bananen-Quark

20. Juli 2016

Honig-Bananen-QuarkMagerquark hat viele Proteine, deshalb essen ihn Sportler gern. Pur schmeckt er allerdings fad und öde. Doch kombiniert mit Kakao, Bananen und Honig wird eine leckere Mahlzeit daraus.

Magerquark hat, wie der Name schon sagt, kaum Fett; dafür aber sehr viel Eiweiß, das den Muskelaufbau unterstützt. Er enthält Calcium, wichtige Aminosäuren, Folsäure, Kalium und Phosphor. Dass Honig gesund ist, muss ich wohl niemandem erklären und wer doch Fragen dazu hat, findet Antworten hier im Blog.

Bananen enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium, außerdem geben sie uns mit ihren vielen Kohlenhydraten ordentlich Power. Und auch Kakao (bitte nicht zu verwechseln mit fertigem Pulver für Schokomixgetränke, dem zuckrigen Kollegen des Kakao) hat viel zu bieten: Vor allem die sogenannten Antioxidantien machen ihn zu einer gesunden Zutat. Sie schützen unsere Zellen vor freien Radikalen und damit unter anderem vor Krebs.

Das alles macht diesen schokoladigen Honig-Bananen-Quark zu einer gesunden Sache. Ich finde, dass er eine perfekte Zwischenmahlzeit ist: lecker, lange sättigend und energiespendend, aber man kann ihn sehr gut auch als Frühstück oder Dessert essen.

Für eine dicke Portion braucht ihr:

  • 250 Gramm Magerquark
  • eine Banane
  • ein Teelöffel Kakao
  • ein Teelöffel Berliner Honig

Als erstes zerquetscht ihr die – bestenfalls sehr reife – Banane mit einer Gabel solange, bis ein Bananenbrei entstanden ist. Dann gebt ihr den Quark dazu, den Honig und den Kakao. Alles gut vermischen, dekorieren für die gute Laune und den noch besseren Appetit und schon ist die super schnelle, super leckere und super gesunde Sportlermahlzeit fertig.

Beim Honig wählt ihr am besten eine milde Sorte, damit man das Aroma des Kakaos und der Bananen noch gut herausschmeckt; Lindenhonig beispielsweise mit seinen vielen ätherischen Ölen und dem leicht minzigen Geschmack eignet sich deshalb nicht so gut. Besser wäre Robinie oder ein Frühlingshonig.

Lasst es Euch schmecken! Eure Jana

P.S.: Auch allen Unsportlichen einen guten Appetit. Der Honig-Schoko-Quark schmeckt auch bequem auf dem Sofa liegend.

Zum Abkühlen: Selbstgemachter Honig-Eistee

5. Juli 2016

Fotos: Jana Tashina Wörrle

Bei heißem Wetter schwören viele Menschen auf Tee. Wer es nicht schafft, ihn warm zu trinken – denn angeblich soll das ja den besten Kühleffekt auslösen – kann auf selbstgemachten Eistee setzen. Hier kommt ein leckeres Rezept mit Honig und Beeren.

 

 

Für einen Liter Tee braucht ihr folgende Zutaten:

  • einen Bund Minze
  • 300 Gramm Tiefkühl-Himbeeren
  • 125 Gramm frische Beeren
  • eine halbe unbehandelte Limette
  • zwei Esslöffel Berliner Honig
  • Eiswürfel

Und so wird’s gemacht:

Als erstes nehmt ihr die Beeren aus dem Gefrierfach und lasst sie auftauen. Dann streicht ihr sie durch ein Sieb, so dass die größeren Kerne darin hängen bleiben. Als nächstes übergießt ihr zwei Drittel der Minze mit einem Liter kochendem Wasser und lasst alles gut durchziehen.

Wenn der Minztee abgekühlt ist und ihr auch ihn durch ein Sieb gegossen habt, gebt ihr das Beerenpürree dazu, genauso wie den Honig und rührt alles gut um. Dann füllt ihr Eiswürfel in in Gläser und gießt den Tee darüber. Garniert wird alles mit frischer Minze und frischen Beeren – man kann entweder bei Himbeeren bleiben; ich habe Erdbeeren gewählt.

Das Rezept stammt von der Internetseite der Frauenzeitschrift Elle und wird hier als besonders kalorienarme Eistee-Variante angepriesen. Was die Autoren dazu sagen, könnt ihr hier nachlesen. >>>

Viel Spaß beim beerigen Abkühlen! Eure Jana

Tipp für eine weitere selbst gemachte Erfrischung: Honig-Zitronen-Limonade. Das Rezept gibt es hier.>>>