Archive for the ‘Honige’ Category

BerlinerHonig macht Fruchtgelee

17. Oktober 2016

gelee-mit-honigApfel, Quitte und Holunderblüte – die neuen Fruchtgelees sind fertig. Ab sofort könnt ihr nun bei Kaisers und in weiteren ausgewählten Supermärkten leckeres Gelee mit Honig kaufen.

So wie unser Honig ist auch das Fruchtgelee ein komplett regionales Produkt aus Berlin und Brandenburg. Das Gelee wird in einer kleinen Manufaktur im Berliner Umland gekocht und die Äpfel, Quitten und die Holunderblüten stammen aus Brandenburg. Genauer gesagt sind die Holunderblüten aus Werder und die Apfel und Quitten aus Fredersdorf. Der Honig stammt aus Potsdam und Stahnsdorf.

Das Gelee gibt es seit heute in allen Kaisers-Märkten in Berlin und in einigen ausgewähltem Edeka- und Rewe-Filialen. Falls ihr es in den Märkten nicht findet, fragt am besten die Filialleiter, denn diese können es bei uns bestellen.

Auf die Idee zu dem Fruchtgelee kamen wir übrigens deshalb, weil es in den Supermärkten wenig bis gar keines gibt, das aus Früchten hergestellt wird, die wirklich aus der Region stammen. Es gibt viele Konfitüren und Gelees mit Früchten aus dem Ausland und alle sind sie nur mit Zucker gesüßt.

Es ist zwar gar nicht so einfach Fruchtgelee mit Honig herzustellen, denn die Fruchtmasse geliert mit Honig vollkommen anders als mit Zucker. Aber wir haben es geschafft.

Holt Euch die BerlinerHonig-Gelees solange der Vorrat reicht. Wir haben eine bestimmte Menge davon hergestellt und wenn diese verkauft ist, müsst ihr bis zum kommenden Jahr warten. Sie eigenen sich prima auch als Geschenk oder Mitbringsel für all diejenigen, die auf leckere regionale Produkte stehen.

Mit den Gelees kann man übrigens allerhand Leckeres zaubern. Hier ein paar Rezeptvorschläge:

So entsteht Sortenhonig

11. Mai 2016
Apfelblüten

Bienen lieben Apfelblüten. Reiner Obstbaumblütenhonig ist trotzdem eher selten. Fotos: Jana Tashina Wörrle

Honig kann sehr unterschiedlich schmecken, riechen und aussehen. Er kann fest und flüssig sein, hell oder dunkel, mild oder kräftig im Geschmack. Am markantesten zeigen das die Sortenhonige. Doch wie entstehen sie und wann im Jahr kann ein Imker welche Sorte ernten?

Ausschlaggebend für den Geschmack, die Konsistenz, Farbe und Geruch von Honig ist, von welchen Blüten die Bienen den Nektar gesammelt haben, den sie dann zu Honig weiterverarbeiten. Honig ist nie 100 Prozent sortenrein. Auch der sogenannte Sortenhonig stammt aus dem Nektar verschiedener Blüten.

Im Unterschied zu Honigen mit Bezeichnungen, in denen „Frühling-“ oder „Sommer-“ vorkommt und aus sehr vielen unterschiedlichen Nektarquellen in ähnlichen Anteilen bestehen, überwiegt bei einem Sortenhonig der Anteil einer ganz bestimmten Pflanze. Meist sind das mindestens 60 Prozent. Es gibt allerdings auch Honige, bei denen etwas anderes gilt: Bei Raps müssen es beispielsweise 80 Prozent sein und bei Robinie genügen 20 Prozent. Entscheidend ist, wann der Honig seine sortentypischen Eigenschaften aufweist.

Lohnenswerter Blütenbesuch

Dass es überhaupt dazu kommt, dass die Bienen derart viel Nektar von einer bestimmten Pflanze sammeln, liegt daran, dass Bienen „blütenstet“ und „ortsstet“ sind. Wenn eine Biene zu Sammelflug aufbricht, besucht sie nur Blüten der selben Pflanzenart. Wenn sie dabei spürt, dass die angesteuerten Pflanzen so viel Nektar bieten, dass sich ein zweiter, dritter oder viele weitere Besuche lohnen, dann bleibt sie dieser Pflanze treu. Sie fliegt immer wieder an den Ort, wo sie sie gefunden hat. Über den sogenannten Schwänzeltanz, gibt sie die Information, dass an einem bestimmten Ort besonders guter Nektar zu finden ist, an ihre Kolleginnen weiter.

So kann es vorkommen, dass sehr viele Bienen während der Blütezeit bestimmter Pflanzen vor allem dort Nektar sammeln. Wenn der Imker vor dieser Blütezeit neue Honigräume auf seine Bienenstöcke stellt und diese aberntet, wenn die Blüte vorbei ist, hat er Honig, der zu einem sehr großen Teil aus dem Nektar einer bestimmten Pflanze stammt: Sortenhonig.

Noch weiter steuern, kann man das durch das Anwandern von bestimmten Trachten. So stellen einige Imker ihre Bienenstöcke im Frühjahr ganz gezielt in die Nähe von Rapsfeldern oder im Spätsommer in Gebiete, in denen viele Sonnenblumen blühen. Bei attraktiven Nahrungsquellen klappt es, dass die Bienen die angewanderten Pflanzen besonders oft besuchen und dort Nektar sammeln. So geschieht es übrigens auch jedes Jahr, dass Imker vom Land mit ihren Bienen zur Lindenblüte nach Berlin hineinwandern.

Honig wie frisch aus der Blüte

Es gibt Honigliebhaber, die auf eine ganz bestimmte Honigsorte setzen und nur diese essen. Andere brauchen Abwechselung und essen am liebsten ganz frischen Honig, der kurz zuvor noch im Bienenstock bzw. in der Blüte war. Wer so verfährt, muss wissen, wann welche Pflanzen blühen und wann welcher Honig geerntet wird.

Kleine Anmerkung: Neben Nektar sammeln Bienen auch den sogenannten Honigtau in unterschiedlichem Maße und von unterschiedlichen Pflanzen. Honigtau ist eine zuckerhaltige Ausscheidung von an pflanzensaugenden Insekten wie zum Beispiel von Blattläusen. Die Bienen sammeln den Honigtau genauso wie den Nektar und verarbeiten ihn zu Honig. Auf unterschiedlichen Pflanzen finden sich unterschiedliche Arten dieser Insekten und so unterscheidet sich auch der Honigtau. Typischerweise bzw. in einem sehr großen Anteil ist Honigtau in Waldhonig, in Tannenhonig und im sogenannten Blatthonig zu finden. Blatthonig stammt von Laubbäumen, die mit pflanzensaugenden Insekten besetzt sind.

Nun zu den Sortenhonigen bzw. den Blühzeiten, der Pflanzen, die den Nektar oder Honigtau für die hierzulande typischen Sortenhonige liefern:

Ahorn: Sehr früh im Jahr, nämlich im April, beginnen die Ahornbäume zu blühen. Dabei handelt es sich meist um den Spitzahorn. Er ist in den Städten verbreiteter als die anderen Sorten wie etwa der Bergahorn, der im Mai blüht. Reiner Ahornhonig ist sehr selten, da Ahornbäume meist zur selben Zeit wie andere Frühblüher Blüten tragen. Andererseits kann es sein, dass die Bienen den Nektar selbst verbrauchen, wenn es noch sehr kühl ist. Dann spricht man davon, dass die Bienen, die nun anfangen zu brüten, den Nektar direkt in Brut umsetzen. Ahornhonig ist lieblich im Geschmack mit einer sehr fein-würzigen Note. Er ist hellbraun, ähnlich wie bernstein.

Raps: Auch Rapshonig ist einer der ersten im Jahr. Raps blüht meist ab April und ganz sicher im Mai – je nachdem, wann das Wetter warm genug ist und das Frühjahr startet. Rapshonig ist sehr hell, fast weiß und kristallisiert sehr schnell aus, so dass ihn die meisten Imker cremig rühren. Rapshonig hat einen hohen Anteil an Traubenzucker und schmeckt sehr mild.

Obstbäume: Honig von Obstbaumblüten stammt meist von Imkern, die mit ihren Bienen zu Obstbaumplantagen wandern oder deren Bienenstöcke auf großen Streuobstwiesen stehen. Denn Obstbäume blühen zu einer ähnlichen Zeit wie der Raps, der sehr attraktiv für die Bienen ist und sie stärker anlockt. Eine weitere Möglichkeit, Obstbaumblütenhonig zu ernten, bietet das Imkern in der Stadt, da es hier keine Rapsfelder gibt. Obstbaumblütenhonig ist mild, schmeckt jedoch ein wenig fruchtiger als Rapshonig. Er hat ebenfalls einen hohen Anteil an Traubenzucker und kristallisiert sehr zügig. Die Zeit der Obstbaumblüte ist verhältnismäßig lang, da zum Beispiel die Kirschbäume schon Mitte April blühen und dann von anderen Obstbäumen wie Birne und Apfel im Mai abgelöst werden.

Löwenzahn

Die Löwenzahnblüten locken Bienen an. Doch sie haben starke Konkurrenz.

Löwenzahn: Löwenzahnhonig schmeckt aromatisch und etwas nussig. Er ist hellgelb und kristallisiert relativ schnell bzw. wird cremig gerührt, wenn er beginnt Kristalle zu bilden. Der Löwenzahn hat eine lange Blühzeit von April bis in den Juli hinein. Meist wird der Honig in höher gelegenen Regionen geerntet wie etwa im Schwarzwald, da es hier große Flächen davon gibt und wenig Pflanzen, die den Blüten Konkurrenz bieten.

Rosskastanie: Die Rosskastanie blüht im Mai und Juni und gibt den Bienen viel Nektar. Da zur selben Zeit allerdings viele andere Pflanzen blühen und die Bienen anlocken, ist es eher selten, dass man Rosskastanienhonig als Sortenhonig findet. Meist ist er Bestandteil von Frühlingsblütenhonig. Nicht zu verwechseln ist er mit dem eigentlichen Kastanienhonig, der von Edelkastanien stammt und meist aus dem Ausland kommt. Die Unterschiede liegen ganz klar im Geschmack: Rosskastanienhonig ist würzig und lieblich süß zugleich. Der Honig von Edelkastanien ist dageben sehr herb. Er ist zudem dunkel und zähflüssig. Rosskastanienhonig ist dagegen hellbraun und bleibt lange flüssig.

Robinie: Auch die Robinie hat ihre Blütezeit im Mai und Juni – je nachdem, wie sich das Wetter im Jahresverlauf entwickelt. Sie ist allerdings sehr kurz, so dass die Imker es gut abpassen müssen, wenn sie relativ reinen Robinienhonig ernten wollen. Robinienhonig ist einer der mildesten Honige. Er ist sehr sehr hell, fast transparent und auf jeden Fall flüssig – und das bleibt er auch. Er schmeckt sehr klar und lieblich. Robinienhonig wird auch unter dem Namen Akazienhonig verkauft. Das ist allerdings nicht ganz korrekt, da es sich bei der Robinie nur um eine „Scheinakazie“ handelt. Akazien wachsen in unseren Breitengraden nicht.

Kornblume: Die Kornblume blüht normalerweise an Feldrändern gemeinsam mit Mohnblumen und anderen Wildpflanzen. Leider gibt es an Feldrändern immer weniger Blühstreifen, so dass Kornblumen nicht mehr so oft zu sehen sind – meist nur an Bio-Äckern. Auch Honig von Kornblumen ist dementsprechend selten geworden. Blühende Kornblumen sind von Mai bis August zu finden. Kornblumenhonig hat eine ganz eigene Note. Manche beschreiben den Geschmack als aromatisch mit einem bittersüßen Hauch, andere als besonders herzhaft. Der Honig ist intensiv gelb und kristallisiert schnell aus.

Klee: Kleehonig stammt vom Nektar des Weißklee, der von Mai bis September eine sehr lange Blühzeit hat. Auch er gilt als eher seltene Honigsorte, da die Bienen zur selben Zeit eine Menge an anderen Nektarsorten finden und da es nur sehr wenige große Kleefelder gibt. Kleehonig hat einen sehr hohen Anteil an Traubenzucker und eine sehr sehr helle Farbe, ähnlich wie Rapshonig. Er schmeckt lieblich süß und mild und ist daher bei Kindern sehr beliebt.

Linde

Die Lindenblüte zieht jedes Jahr Imker nach Berlin.

Linde: Bei der Lindenblüte muss man zwischen den verschiedenen Lindenarten unterscheiden. Insgesamt gibt es vor allem in den Städten wie Berlin eine rund zwei monatige Blütezeit der Linde, da sich die einzelnen Arten quasi mit ihrer Blüte aneinanderreihen. Erst blüht die Sommerlinde, dann die Holländische Linde, es folgen die Winterlinde und die Silberlinde. So streckt sich die Lindenblüte von Anfang Juni bis Ende Juli. Lindenblütenhonig schmeckt sehr besonders, da er viele ätherische Öle enthält. Das macht ihn etwas minzig im Geschmack. Er ist sehr aromatisch. Lindenblütenhonig ist frisch geerntet flüssig, fängt aber mit der Zeit an zu kristallisieren. Neben dem Lindenblütenhonig gibt es auch Lindenblatthonig, denn Linden sind begehrte Bäume für Blattläuse. Meist mischen sich im Lindenhonig Nektar der Lindenblüten und Honigtau.

Sonnenblume: Die Sonnenblume blüht ab Juli und manchmal bis in den Oktober hinein – in den Gärten meist schon früher und auf Feldern erst im Spätsommer oder Herbst. Der Honig von Sonnenblumen ist kräftig gelb und zähflüssig. Sonnenblumenhonig hat eine herbe Süße, die auch als weihrauchartig oder leicht säuerlich beschrieben wird.

Phacelia: Phacelia ist ein Allroundtalent und wird immer häufiger angebaut, da die Pflanze auch als Energie- und Futterpflanze verwendet wird, also in Biogas-Anlagen vergärt oder verfüttert werden kann. Phacelia kann von Anfang Juni bis Ende September, blühen – je nach Aussaat. Oft wird sie als Zwischenfrucht angebaut. Das Gute an dieser Pflanze: Phacelia spendet – anders als viele andere Energiepflanzen – sowohl sehr viel Nektar als auch Pollen. Sie wird deshalb auch „Bienenfreund“ genannt. Der Honig von Phacelia-Nektar ist hellbeige, fast weiß und kristallisiert ebenfalls schnell und fein aus. Er hat einen etwas exotischen Geruch und auch der Geschmack lässt sich als „besonders“ beschreiben. Phacelia-Honig schmeckt blumig-aromatisch.

Buchweizen: Auch Buchweizen wird – wie Phacelia – als Zwischenfrucht angebaut. Er blüht ab der zweiten Hälfte des Juli bis Ende September. Buchweizenhonig gilt im Vergleich zu den anderen Honigen als nicht sehr süß; der Geschmack wird häufig als „rustikal“ beschrieben und sehr aromatisch, fast karamellig. Er ist sehr dunkel und soll gut gegen Erkältungen helfen.

Heide: Heidehonig gilt als Besonderheit bei Feinschmeckern. Heidehonig hat eine ganz eigene Konsistenz, die sich am besten als geleeartig beschreiben lässt. Der Honig schmeckt kräftig süß und aromatisch. Die Farbe des Heidehonigs kann von gelb-rötlich, hellbraun bis bernsteinfarben variieren. Heidekraut, die sogenannte Besenheide, blüht im August und September und ist für viele Bienen, die letzte Massentracht, die sie im Jahr anfliegen.

Waldhonig: Waldhonig (oder auch Blatthonig oder Tannenhonig) besteht wie oben genannt zum größten Teil aus Honigtau. Meist gibt es die meisten pflanzensaugenden Insekten wie die Blattläuse im Spätsommer, so dass Waldhonig am Ende der Honigsaison geerntet wird. Er ist besonders aromatisch und würzig. Er enthält besonders viele Mineralstoffe und bleibt sehr lange flüssig. Waldhonig ist braun, richtiger Tannenhonig manchmal sogar fast schwarz.

Zugegebenermaßen ist die geschmackliche Beschreibung der einzelnen Honigsorten etwas kompliziert und das Beste ist, wenn jeder sie selbst testet und die eigenen Favoriten findet. Das Honigjahr 2016 beginnt gerade – also der beste Zeitpunkt zum Einstieg. Eure Jana

So bewahrt man Honig am besten auf

18. Januar 2016

Honig schmeckt am besten, wenn er frisch geerntet ist. Doch er lässt sich auch prima lagern und behält dabei viele gesunde Inhaltsstoffe. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man ihn kühl, trocken und dunkel aufbewahrt. Aber was heißt das genau?

Wahre Honigliebhaber kommen wahrscheinlich gar nicht in die Situation, dass sie sich Gedanken über die Honiglagerung machen müssen. Sie essen ihn einfach schnell auf und besorgen sich neuen. Wer auf Nummer sicher geht und immer einige Gläser auf Vorrat hat, sollte wissen, wie man den Honig am besten aufbewahrt. Denn so kann man seine optimale Qualität und seine guten Inhaltsstoffe erhalten.

Kühl, trocken und dunkel lautet die Devise. Konkret bedeutet das: Kühl lagern sollte man Honig, weil die darin enthaltenen Enzyme und Vitamine bei zu hohen Temperaturen – genauer gesagt bei über 40 Grad – geschädigt werden. Trocken bleibt er schon allein dann, wenn man das Honigglas mit dem Deckel verschließt. Dunkel sollte er dagegen stehen, weil die in ihm enthaltenen Enzyme durch Sonneneinstrahlung, aber auch die elektrische Innenraumbeleuchtung, kaputt gehen. Umso länger der Honig dem Licht ausgesetzt ist, umso mehr Stoffe gehen verloren.

Hauptstadtlinde

Kühl, trocken und dunkel lagern: So bleibt der Honig lange lecker.

Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 15 und höchstens 18 Grad. Ist es wärmer, leidet langfristig die Qualität des Honigs. Bei kälteren Temperaturen – wie etwa im Kühlschrank oder im Tiefkühlfach – ergibt sich dagegen kein weiterer Vorteil als bei der Lagerung um die 15 Grad. Das einzige, was sich verändern kann, ist die Konsistenz des Honigs. Im Kühlschrank wird er zäher.

Am besten stellt man Honiggläser also in den Küchenschrank oder in eine Vorratskammer, die in nur wenig Licht gelangt. Lichtundurchlässigen Gläser lehnen übrigens sowohl viele Imker als auch viele Honigesser ab. Fast alle wollen – zumindest kurz vor dem Verzehr – den Honig sehen, seine Farbe und seine Konsistenz.

Wichtig ist ja oft auch die Sorte: Linde, Robinie, Sommerblüte, Waldhonig und die vielen anderen Sorten schmecken ja nicht nur unterschiedlich. Sie sehen auch unterschiedlich aus und lassen sich unterschiedlich gut auf die Stulle schmieren oder im Müsli verrühren. Und vor einer Erwärmung, die dem Honig schadet, schützt ein dunkles Honigglas auch nicht.

Lasst Euch den Honig schmecken! Eure Jana

Höhepunkt im Bienenjahr

22. Juni 2015

Eine volle Brutwabe. Foto: Jana Tashina Wörrle

Der 21. Juni ist der längste Tag des Jahres. In vielen Ländern – vor allem im Norden – feiern die Menschen diesen Tag der Sommersonnenwende. Auch im Bienenstock ist dann der Höhepunkt des Jahres erreicht. Die Bienenvölker sind so stark wie zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr. Die Vermehrung nimmt nun ab, aber die Bienen sammeln weiter fleißig Honig.

Die Sommersonnenwende ist ein wichtiger Wendepunkt im Bienenvolk. Bis zum 21. Juni, wenn die Tage immer länger werden, vermehren sich die Bienen ununterbrochen, denn bis dahin legt die Bienenkönigin ist meisten Eier. Die Brutnester wachsen bei den Wirtschaftsvölkern, deren Königin schon mindestens ein Jahr als ist, auf ihre maximale Stärke heran. Mehrere zehntausend Bienen gehören dann zu einem Volk.

Im Mai und Juni herrscht die Schwarmzeit bei den Bienen und sie vermehren sich, indem sie sich teilen. Die Königin zieht dann manchmal mit einem Teil des Volkes aus dem Bienenstock aus. Sie macht Platz für eine neue Königin, die die zurückbleibenden Bienen schon in den Tagen vor dem Schwärmen aus einem Ei oder einer ganz jungen Made hergezogen haben.

Bis zum 21. Juni haben die meisten Imker in Berlin und der Umgebung Frühlings- und oft auch schon den feinen, milden Robinienhonig geerntet. Im Frühlingshonig sind verschiedene Nektarsorten zu finden– mal als Sortenhonig, mal gemischt als Jahreszeitenhonig – wie Raps, Obstbaumblüte, Rosskastanien, Ahorn oder Löwenzahn. Je nach Standort unterscheiden sich Zusammensetzung, Geschmack und Konsistenz.

Eine volle Honigwabe. Foto: Jana Tashina Wörrle

Nach der Sommersonnenwende nimmt die Legeleistung der Königin in den Wirtschaftsvölkern ab, da jetzt allerdings die größte Masse an Bienen in einem Stock lebt, ist die Honigsammelleistung hoch. Ab dem 21. Juni verändern die länger werdende Nächte und kürzer werdenden Tage den Lebensrhythmus der Bienenvölker. Wenn die Sommerlinde anfängt zu blühen, haben die Bienen mit dem Nektarsammeln richtig viel zu tun und nicht mehr so viel mit der Aufzucht der jungen Bienen. Sie denken schon an den Winter und fangen an große Vorräte anzulegen. Über diese Vorräte freuen auch wir uns.

In der Berliner Innenstadt ist die Lindentracht besonders ausgiebig, denn hier löst eine Lindenart die andere in der Blütezeit ab. Nach der Sommerlinde blühen noch die Holländische Linde, die Winterlinde und die Silberlinde und sorgen dafür, dass die Bienen auch dann nicht hungern müssen, wenn wir den frisch eingetragenen Honig ernten. Die Berliner Lindenblüte ist sogar so begehrt, dass Jahr für Jahr Imker aus dem Umland zu ihrer Blühzeit mit ihren Bienenvölkern in die Stadt einwandern.

Doch auch nach der Lindenblüte ist die Sammelzeit der Bienen noch nicht zwingend vorbei. Je nach Region und Wetter blühen im Spätsommer noch Sonnenblumen oder Heidekraut und immer dann, wenn die Bäume viele Blattläuse haben, gibt es Honigtau und damit Blatthonig – stammt er von Tannen, Fichten oder anderen Nadelbäumen, nennt man ihn Waldhonig. Er ist besonders mineralstoffhaltig und aromatisch.

Auch wenn es dann für uns noch längst nicht Winter ist, bereiten sich die Bienen schon intensiv auf die kalte Jahreszeit vor. Die Königin legt dann die Eier, aus der später die Winterbienen schlüpfen.

Was das Honigjahr 2015 noch alles mit sich bringt, bleibt spannend und ist jedes Jahr eine Überraschung. Den neuen Honig aus dem Frühjahr könnt ihr schon jetzt probieren und einfach bei Berliner Bärengold bestellen. Wer sich für die begehrte Lindenblüte interessiert, kann sich schon jetzt ein paar Gläser reservieren.

Genießt den Sommer! Eure Jana

Hauptstadtlinde

Bienen lieben Berlin – und Vergissmeinnicht

22. Juli 2014

 

Vergissmeinnicht1

Honig vom Dach, Honig aus dem Park, Honig aus dem Garten, Honig vom Friedhof oder Honig vom Balkon – die Vielfalt der Imkerplätze in Berlin ist beachtlich und damit auch die Vielfalt des Honigs. Eines haben aber alle gemeinsam: das Vergissmeinnicht.

Berlin blüht. Von Frühling bis zum Spätsommer können die Bienen hier meist immer etwas finden. Parks, Kleingärten, reichlich mit Blumenkästen bestückte Balkons, Friedhöfe, Brachflächen und die vielen Straßenbäume bieten ein abwechslungsreiches Angebot für die Stadtbienen.

Ganz besondere Blümchen

Das reiche Angebot findet sich dann auch im Honig wieder und so besteht der Berliner Honig meist aus einer bunten Nektar-Zusammensetzung. Im Sommer ist eigentlich immer Linde mit dabei, denn Lindenbäume gibt es reichlich. Und die Linde ist für viele Imker auch oft der einzige Sortenhonig, der sich in der Hauptstadt ernten lässt.

Aber dann wäre da noch ein ganz besonderes Blümchen, das zwar nicht so viel Nektar bietet, dass es für einen Sortenhonig ausreichen würde. Bei den meisten Sorten müssen dafür über 50 Prozent des Blütenpollens von einer ganz bestimmten Pflanze kommen – bei Rapshonig ist es noch mehr. Mit dem besonderen Blümchen meine ich das Vergissmeinnicht, das man in jedem Honig findet.

Das bestätigt auch eine Analyse des Länderinstituts für Bienenkunde in Hohen Neuendorf. Die Wissenschaftler haben den Berliner Honig auf seine typischen Merkmale hin untersucht und festgestellt, dass Vergissmeinnicht (Myosotis) immer vertreten ist. Zudem ist der Rapsanteil (ist sehr niedrig, die Pollenvielfalt groß und die Hauttrachtpflanzen sind Bäume.

Besonders für Berlin ist aber nicht nur das Trachtangebot und die Vielfalt, die damit im Honigglas landet, sondern auch, dass es mittlerweile so viele Stadtimker gibt. In allen Bezirken Berlins wird geimkert. Das zeigte sich vergangenes Wochenende auch beim Stadthonigfest im Kreuzberger Prinzessinnengarten, wo viele Imker ihren Stadthonig angeboten haben.

Wo kommt Dein Honig her?

Beim Durchprobieren zeigte sich schnell: die Frühlingsblüte aus Charlottenburg schmeckt anders als die aus Pankow, der Sommerhonig aus Zehlendorf hat eine andere Note als der aus Wedding und das, obwohl sie oft zur gleichen Zeit geerntet wurden. Sie unterscheiden sich dann auch in Farbe und Konsistenz.

Einfluss auf das, was im Glas landet, hat auch der Standort der Bienen. Da gibt es Imker, die nahe dem Zoologischen Garten stehen und deren Bienen deshalb auch ein paar exotische Blüten sammeln oder Imker mitten in Kreuzberg, deren Bienen am liebsten zu den vielen Robinien und Linden fliegen. Andere haben viele Nadelbäume in der Umgebung, von denen die Bienen Honigtau sammeln und wieder andere stehen mitten in der Kleingartenanlage mit vielen Obstbäumen und Sonnenblumen im Herbst.

Berliner Honig ist also nicht immer der gleiche Berliner Honig. Wichtig ist die genaue Herkunft und die kann man bei den Bärengold-Gläsern über den Imkerstempel erkennen. Er ist auf jedem Glas enthalten. Schau doch mal nach.

Eure Jana

Vergissmeinnicht2

 

Was das Honigbrot alles kann

17. Juni 2014

Honigbrot

Im Schnitt essen wir Deutschen über ein Kilogramm Honig pro Jahr und haben damit weltweit sogar die Nase vorn. Rund 85.000 Tonnen Honig macht das aus, den wir gemeinsam jedes Jahr verzehren – nicht nur pur, sondern auch als Zutat in vielen Lebensmitteln. Besser wäre es allerdings, ihn unverarbeitet oder zumindest kalt zu essen.

Da Honig beziehungsweise viele seiner guten Inhaltsstoffe hitzeempfindlich sind, ist und bleibt eine der besten Formen das klassische Honigbrot. Alternativ kann man den Honig in Joghurt Quark oder ins Müsli einrühren, ihn natürlich pur naschen oder in abgekühlte Milch oder Tee einrühren.

Abgekühlt bedeutet im Fall von Honig: der sollte nie über 40 Grad warm werden, denn vor allem die Vitamine und Enzyme halten keine höheren Temperaturen aus.

Zwar besteht Honig zum Großteil aus Zucker – genauer gesagt aus Frucht- und Traubenzucker ja nach enthaltenem Blütennektar in unterschiedlichen Anteilen – und Wasser, aber schon der kleine Anteil an weiteren Stoffen, unterscheidet ihn von anderen Süßungsmitteln.

Zu diesen Inhaltsstoffen gehören unter anderem Vitamine wie Vitamin B1 und Vitamin C, Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium, Enzyme, die die antibakterielle Wirkung des Honigs auslösen, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, natürliche Farbstoffe, die die körpereigene Abwehr stärken. Nach Angaben des Deutschen Imkerbunds kommen im Honig rund 180 verschiedene Inhaltsstoffe vor.

Damit der Honig seine beste Wirkung zeigen kann, ist es ratsam, regelmäßig von ihm zu naschen. Also am besten jeden Morgen zum Frühstück ein Honigbrot – vielleicht als leckerer Abschluss, der den Start in den Tag versüßt.

Eure Jana

Die Hauptstadtlinden blühen

3. Juni 2014

Linde

Habt ihr es schon bemerkt, die Berliner Bürgersteige und Straßen beginnen zu kleben. Die ersten Lindenblüten blühen – und schon bald gibt es den ersten Lindenhonig.

Wie alles in diesem Jahr blüht 2014 auch die Linde früher als erwartet. Man merkt das in der Stadt meist daran, dass es unter den Sohlen beim Laufen klebt und dass parkende Autos schon jetzt mit einem leichten Klebefilm überzogen sind. Keine Sorgen, das wird noch zunehmen. 2014 scheint ein kräftiges Lindenjahr zu werden. Und damit auch ein kräftiges Lindenhonigjahr.

Lindenhonig besteht allerdings nicht immer nur aus dem Nektar der Blüten, sondern auch aus Honigtau der Blattläuse, die die Linde genauso gerne mögen wie die Bienen. Wenn die Blattläuse – wie auch beim Waldhonig – an den sogenannten Siebröhren des Baumes saugen, scheiden sie Honigtau aus. Diesen sammeln wiederum die Bienen und verarbeiten ihn zu Honig.

So gibt es einerseits Lindenblütenhonig und Lindenblatthonig aus dem Honigtau. Meist erntet der Imker eine Mischung davon, wobei das Verhältnis je nach Wetterlage und demnach von Jahr zu Jahr variieren kann. Lindenhonig kann deshalb auch mal fester und mal flüssiger sein.

Wer jetzt Lust auf frischen Lindenhonig bekommen hat, kann ihn gleich hier vorbestellen. Voraussichtlich Ende Juni wird er fertig abgefüllt in Gläsern sein und dann per Post zu Dir kommen.

In Berlin gibt es besonders viele Lindenbäume, was auch einige Imker aus dem Umland dazu bringt, zur Lindenblüte mit ihren Bienenvölkern in die Stadt zu wandern und hier für ein paar Wochen zu bleiben. Lindenbäume wachsen grundsätzlich eher im Norden Deutschlands, da sie viel Wasser benötigen und eine starke Hitze nicht so mögen.

Da es in Berlin viele Lindenbäume und ganze Lindenalleen gibt, gibt es auch jedes Jahr zuverlässig Lindenhonig wie unsere Sorte „Hauptstadtlinde“. Viele Sommerhonige haben zudem einen Anteil Linde. Das kann man gut herausschmecken, denn Lindenhonig schmeckt leicht minzig. Das liegt am hohen Anteil der ätherischen Öle (Menthol), der den Lindenhonig besonders gut und beliebt gegen Erkältungen macht.

Lindenhonig ist, wenn er ganz frisch ist, flüssig und hellgelb bis leicht grünlich und wird später nach dem Rühren cremig. Hat er einen hohen Anteil an Honigtau, wird er dunkler und bleibt länger flüssig.

Viel Spaß beim Honignaschen, er schmeckt nicht nur bei Erkältung. Eure Jana

Berliner Honig – die vierte Saison

19. Mai 2014

Raps

Frischer kann Honig kaum sein als jetzt. Raps- und Obstbaumblüte sind die ersten Honigsorten aus dem Berliner Umland, die jetzt auf Euch warten. Sie eröffnen die vierte Saison von Berliner Bärengold.

Vor vier Jahre hat alles begonnen und den neuen Honig wollen wir ein wenig mit Euch feiern. Der erste Rapshonig aus diesem Jahr – schneeweiß, stichfest – kommt von Mario aus dem Altenburger Land. Den Obstbaumblütenhonig haben die Berliner Imker Christoph und Melanie von Apfelblüten aus dem Alten Land bei Hamburg mitgebracht, zu denen sie mit ihren Bienen gewandert sind.

Wer jetzt bestellt, bekommt den superfrischen Honig zum Preis von nur 9,99 Euro für drei Gläser á 325 Gramm. Bestellen könnt ihr hier. >>>

Feiert mit uns und genießt den ersten Bärengold-Honig 2014. Super aufs Brot zum Frühstück, als Pausensnack, oder zum Verfeinern von herzhaften Speisen. Oder wie wäre die Kombination mit frischen Erdbeeren oder im Frühlingssalat. Lasst es Euch schmecken.

Schon bald gibt es auch die ersten Stadthonige aus Berlin.

Obstbaumblüten Honig vom Raps

Der erste Honig ist fertig

12. Mai 2014

Annette

Das Bienenjahr 2014 startet durch, Bäume und Blumen liefern sich ein Blühwettrennen vom Feinsten und schon steht die erste Honigernte an. Es beginnt mit Ahorn, Raps und Obstbaumblüte.

Der Winter war kurz – manche sagen, es gab ihn gar nicht – und der Frühling umso intensiver. In den vergangenen Wochen sind Bäume und Sträucher, Blumen und Blümchen nur so explodiert – ein wahres Blütenmeer. Nach Weide, Krokus und Borretsch, die die Bienen zum Jahresstart für sich und die ersten Larven der Sommerbienen benötigen, folgten schnell die Ahornblüten, Löwenzahn, Obstbäume wie Kornelkirsche und Äpfel und bald schon wird die Robinie überall blühen. An einigen Stellen sind schon jetzt Blüten zu sehen.

Die Natur füllt die Honigmägen der Bienchen bereits mit reichlich Nektar und so haben sie schon wahre Mengen an Honig im Bienenstock eingetragen, der bereits verdeckelt in den Waben wartet. Sie die einzelnen Waben mit einer Wachsschicht verschlossen, hat der Honig den erntereifen Wassergehalt erreicht. Dann geht er nicht mehr in Gärung über.

Im Klartext: Die erste Honigernte hat begonnen – und so wie sich das Wetter und damit auch die Blütenvielfalt in diesem Jahr bislang geben, werden noch einige weitere folgen. Neben einem Honig aus vielen verschiedenen Mischhonigen sind nun in der Stadt Sorten wie Ahorn- oder Obstbaumblüte fertig. Am Stadtrand und auf dem Land kommen Raps und Löwenzahn dazu.

Kleiner Tipp: Obwohl man Honig sehr sehr lange lagern kann, ohne dass er stark an Geschmack oder den guten Inhaltsstoffen verliert, schmeckt er ganz frisch nochmals besonders gut und aromatisch.

Jemi

Neben der Honigernte steht jetzt im Mai allerdings noch ein anderes großes Bienenthema an: Es ist Schwarmzeit. Da die Bienenkönigin nun fast ununterbrochen Eier legt und Tag für Tag viele neue Bienen schlüpfen, wird es schnell eng im Stock und die Königin nimmt mit einem Teil der Flugbienen Reißaus. Die verbleibenden Bienen ziehen sich dann aus der jungen Bienenbrut eine neue Königin.

Um zu vermeiden, dass ein Volk schwärmt – was auf engem Raum in der Stadt oft nötig ist – teilen die meisten Imker das Bienenvolk bevor es zu eng wird. Andere lassen die Bienen wiederum schwärmen und fangen den Schwarm danach wieder ein. Doch ob geplant oder ungeplant – einem Bienenschwarm beim Auszug aus dem Stock zuzusehen, ist ein faszinierendes Spektakel. 

Im Wonnemonat Mai ist viel los im Bienenstock und ihr könnt hier den frischen Frühlingshonig bestellen.

Eure Jana

 

Wo kommt Dein Honig her?

18. März 2014

Focus1

Als kritischer Konsument hat man es heute schwer. Denn Bio ist auch nicht das Non-Plus-Ultra, wenn man genauer hinschaut. Wenn Bio-Südfrüchte über tausende Kilometer eingeflogen oder Bio-Honige im Ausland produziert werden und damit schwer kontrollierbar sind, kann man schon ins Grübeln kommen.

Also am besten regionale Lebensmittel kaufen. Angebot und Nachfrage in diesem Segment wachsen stetig. Wie der Focus in der vergangenen Woche in einem Artikel – in dem Berliner Honig nicht fehlen durfte – berichtet hat, wollen immer mehr Deutsche wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und sie wollen gezielt Waren aus der Region kaufen, in der sie leben.

Verwirrung im Siegel-Dschungel

In den Supermarkt-Regalen finden sich deshalb auch immer mehr Produkte mit Namen wie „Unsere Heimat“ oder „Gutes von hier“. Doch leider kommt mit diesen Angaben statt Klarheit über die Herkunft oft auch noch mehr Verwirrung im Siegel-Dschungel auf, der schon durch zahlreiche Bio- und Ökolabels geprägt ist. Woher kommen die Produkte und ihre einzelnen Zutaten wirklich? Wie weit wurden sie transportiert und wo erzeugt?

Seit diesem Jahr ist ein weiteres Siegel dazugekommen, das mehr Transparenz verspricht. Das „Regionalfenster“, an dem das Bundeslandwirtschaftsministerium schon seit einigen Jahren arbeitet. Zwar steht darauf nun genau, woher die Hauptzutat des Produktes stammt. Was genau als „Region“ gilt – also Landkreis oder gar ein ganzes Bundesland – kann jeder Hersteller selbst festlegen. Auch verpflichtend ist das neue Siegel nicht.

Habt ihr mal darauf geachtet, wo die Lebensmittel wirklich herkommen, die ihr kauft und konsumiert? Und habt auch ihr schon festgestellt, dass es wahrlich kompliziert werden kann, auf den Produkten genaue Angaben zu finden? Dann schaut mal auf Euren Honig. Falls das keiner unserer Berliner Honig und kein Honig von einem Imker Eurer Nachbarschaft oder des Deutschen Imkerbunds ist, dann steht das bestimmt „aus EG- und Nicht-EG-Ländern“ darauf. Er kann quasi von überall herkommen, denn diese Angabe sagt wenig bis gar nichts aus. Es ist eine bunte und keinesfalls regionale Honigmischung.

Anders bei „Berliner Honig“, denn um die Herkunft zu belegen, haben wir den Imkerstempel auf jedem Glas. Damit wird die Region Berlin jeweils noch viel genauer eingegrenzt und auch bei den Bärengold-Honigen aus dem Umland ist ganz genau angegeben, woher der Honig stammt. Online gibt es dazu Fotos der Imker und ihrer Bienen.

Wie wär’s mit ’ner Honig-Schrippe?

Wer regionalen Honig kauft, kann sich übrigens nicht nur sicher sein, dass der damit lange Transportwege vermeidet und damit etwas Gutes für die Umwelt tut. Er unterstützt auch die natürliche Artenvielfalt an blühenden Pflanzen vor Ort. Viele sind auf die Bestäubung durch die Bienen angewiesen.

Und wenn wir schon über regionale Lebensmittel sprechen, hier ein paar regionale Empfehlungen passend zum Berliner Honig: Wie wäre es mal wieder mit einer leckeren Berliner Schrippe mit Honig zum Frühstück? Dabei bleibt der Honig kalt und alle gesunden Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Oder ganz nach typischer Berliner Art lässt sich auch die Soße der Curry-Wurst mit Honig verfeinern. Einfach den Zucker durch Honig ersetzen (hier gibt es ein Rezept dazu).

Den Focus-Artikel über Berliner Honig und andere regionale Lebensmittel könnt ihr hier nachlesen.

Es grüßt Euch Jana