Archive for Juni 2014

Rührteigklassiker – mal mit Honig

30. Juni 2014

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Backen ganz ohne Zucker und nur mit Honig funktioniert einwandfrei. Auch bei Klassikern wie dem Marmorkuchen.

Honig süßt nicht schlecht, deshalb muss man beim Backen mit Honig die Mengen etwas umrechnen. Statt der Zuckermenge wie sie in „normalen“ Rezepten angegeben ist, nimmt man dann etwas weniger. Mein Vorschlag sind drei Viertel der Menge oder – für die, die es richtig süß mögen – etwa 80 Prozent.

Grundsätzlich eignet sich jeder Honig zum Backen, da er flüssig ist, wenn es heiß wird. Zum Verrühren und weiteren Verarbeiten tut man sich allerdings mit flüssigem Honig etwas leichter – außerdem kann man den Teig etwas einfacher fluffig rühren und so eine lockerere Konsistenz hinbekommen.

Denn was man wissen muss: Honig süßt nicht nur, sondern er klebt auch ganz gut und so wird Kuchenteig, der nur mit Honig statt mit Zucker gesüßt ist, etwas fester. Doch gerade bei Marmor- oder Schokokuchen und anderen Rührteigklassikern ist das ja gerade lecker, wenn es richtig schön schokoladig und teigig wird.

Das klassische Rührteigrezept lässt sich so abwandeln:

  • 300 Gramm Butter oder Margarine
  • 220 Gramm Berliner Honig
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier

Alles gut verrühren.

  • 375 Gramm Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 große Schluck Milch
  • nach Belieben dazu: entweder 20 Gramm Kakao für den halben (Marmorkuchen) oder 40 Gramm Kakao für den gesamten Teig (Schokokuchen)

Wieder alles gut verrühren und entweder in eine große Gugelhupf- oder Kastenform geben oder in mehrere kleine Formen.

Bei 175 bis 200 Grad Celsius oder Gas Stufe 2-3 etwa 50 bis 60 Minuten backen; bei mehreren kleinen Formen etwas kürzer.

Guten Hunger. Eure Jana

Hier noch ein kleines Vorher-Nachher-Porträt:

Schokokuchen1

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Honig zum Salat

24. Juni 2014

Rote Beete2

Frischer Honig – kaum etwas passt besser in einen Sommersalat. Kombiniert mit Senf, Joghurt oder Essig und Öl kann man leckere Soßen herstellen. Drei Rezepte zur Inspiration. Habt ihr schon mal Rote Bete mit Honig probiert?

Bei der Salatsoße scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf Klassiker mit Essig und Öl, die anderen auf eine Joghurtbasis oder eher experimentelle Kombinationen aus Süßen und Sauren Zutaten. Was alle gemeinsam haben ist, dass man immer ein wenig Zucker braucht als Geschmacksträger – und dieser Zucker lässt sich prima auch durch Honig ersetzen und so noch ein wenig mehr Aroma in die Salatsoße zaubern.

Honig lässt sich prima mit Senf, Essig und vielen Kräutern kombinieren und passt sowohl gut zu reinen Blattsalaten als auch zu Möhren, Paprika, Tomaten und vielen anderen der Gemüsesorten, die es jetzt frisch aus der Region überall zu kaufen gibt.

Hier haben wir zwei leckere Rezepte für Salatsoßen mit Honig, die je nach Belieben mit anderen Kräutern oder mehr oder weniger Gewürzen abgewandelt werden können. Die Mengen sind immer in etwa für drei bis vier Portionen ausreichend.

Honig-Senf-Dressing – für Blattsalate, perfekt kombiniert mit geräuchertem Lachs

  • 170 Gramm Berliner Honig – fest oder flüssig
  • 150 Gramm mittelscharfer Senf
  • 200 Gramm Öl – eher eine milde Sorte wie Olivenöl oder Sonnenblumenöl
  • 2 Esslöffel Curry
  • 1 Schluck Wasser
  • 1 Teelöffel Essig
  • würzen mit: frischem Pfeffer, etwas Chili, Kräuter der Provence, frischem Knoblauch und etwas Salz

Joghurt-Kräuter-Honig-Kombi – eher für kräftigere Salate wie Tomatensalat oder geraspelte Möhren

  • 250 Gramm Naturjoghurt
  • 1 Esslöffel Schmand
  • 1 Esslöffel frischer Berliner Honig – gerne auch fester Honig, denn dieser löst sich mit den anderen Zutaten gut auf
  • 1 Teelöffel milder Senf
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • 1 Schlückchen Milch
  • frischer Pfeffer
  • etwas Salz
  • Kräuter nach Belieben: am besten passt Basilikum, Schnittlauch und Petersilie

Rote-Bete-Salat mit Honig – zum Schluss noch etwas ganz Feines und diesmal nicht nur die Soße, sondern das ganze Rezept:

Die Zutaten:

  • 2 ganze frische Rote-Bete-Knollen
  • 1 Apfel
  • 150 Gramm Joghurt
  • 1 Esslöffel Berliner Honig oder etwas mehr
  • etwas Zitronensaft
  • ein paar Walnüsse für oben drauf

Die Zubereitung: Die Rote Bete und den Apfel raspeln; Joghurt, Honig und Zitronensaft verrühren; Walnüsse drüber streuen und genießen.

Lasst es Euch schmecken. Eure Jana

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Was das Honigbrot alles kann

17. Juni 2014

Honigbrot

Im Schnitt essen wir Deutschen über ein Kilogramm Honig pro Jahr und haben damit weltweit sogar die Nase vorn. Rund 85.000 Tonnen Honig macht das aus, den wir gemeinsam jedes Jahr verzehren – nicht nur pur, sondern auch als Zutat in vielen Lebensmitteln. Besser wäre es allerdings, ihn unverarbeitet oder zumindest kalt zu essen.

Da Honig beziehungsweise viele seiner guten Inhaltsstoffe hitzeempfindlich sind, ist und bleibt eine der besten Formen das klassische Honigbrot. Alternativ kann man den Honig in Joghurt Quark oder ins Müsli einrühren, ihn natürlich pur naschen oder in abgekühlte Milch oder Tee einrühren.

Abgekühlt bedeutet im Fall von Honig: der sollte nie über 40 Grad warm werden, denn vor allem die Vitamine und Enzyme halten keine höheren Temperaturen aus.

Zwar besteht Honig zum Großteil aus Zucker – genauer gesagt aus Frucht- und Traubenzucker ja nach enthaltenem Blütennektar in unterschiedlichen Anteilen – und Wasser, aber schon der kleine Anteil an weiteren Stoffen, unterscheidet ihn von anderen Süßungsmitteln.

Zu diesen Inhaltsstoffen gehören unter anderem Vitamine wie Vitamin B1 und Vitamin C, Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium, Enzyme, die die antibakterielle Wirkung des Honigs auslösen, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, natürliche Farbstoffe, die die körpereigene Abwehr stärken. Nach Angaben des Deutschen Imkerbunds kommen im Honig rund 180 verschiedene Inhaltsstoffe vor.

Damit der Honig seine beste Wirkung zeigen kann, ist es ratsam, regelmäßig von ihm zu naschen. Also am besten jeden Morgen zum Frühstück ein Honigbrot – vielleicht als leckerer Abschluss, der den Start in den Tag versüßt.

Eure Jana

Holunder trifft Honig

11. Juni 2014

Holunder

Weiß und duftend stehen sie im Sonnenschein. Sie sehen aus wie zusammengeballte Schneeflocken und sind doch Zeichen des Sommers – und sie schmecken vorzüglich. Aus Holunderblüten kann man Sirup machen, Gelee und Tee – aber auch leckere Hollerküchlein mit Honig. Hier das Rezept.

Es brutzelt in der Pfanne und wenn man nicht aufpasst, spritzt es ein wenig, wenn der Teig das heiße Öl trifft. Dann riecht es nach Frischgebackenem und duftet süßlich. Wer Eierkuchen und Kaiserschmarrn mag, wird die Hollerküchlein lieben. Eigentlich sind sie nichts anderes als Holunderblüten in Eierkuchenteig, aber da man diese frischen Blüten nur zwischen Mai und Juni findet, werden sie zu einer etwas selteneren Spezialität.

Wenn der Holunder blüht – und das ist jetzt genau der Fall – kann man die Blüten überall finden. In der Stadt, in Parks und auf Brachflächen, Bahndämmen und in manch einer kleinen Straße kann man sie ganz einfach ernten, falls der eigene Garten fehlt. Auf dem Land wachsen sie in fast jeder Hecke, an Wegen und Waldrändern. Für die Hollerküchlein reichen pro Küchlein eine dicke Dolde völlig aus.

Diese taucht man dann in den Eierkuchenteig und backt sie in heißem Öl in einer Pfanne aus. Danach lasst ihr die Küchlein am besten auf einem Stück Küchenrolle abtropfen und garniert sie mit einer frischen Blüte auf einem Teller. Aber zu guter Letzt: Was würde sich als süße Beigabe besser eignen als frischer flüssiger Frühlingshonig. Einfach mit einem Löffel darüber verteilen und fertig sind die Hollerküchlein.

Hier das genaue Rezept für den Eierkuchenteig (etwa vier Portionen) mit Holunderblüten:

  • 250 Gramm Mehl
  • 50 Gramm Zucker
  • 200 Milliliter Milch
  • 2 Eier
  • eine Messerspitze Backpulver
  • eine Prise Salz
  • pro Hollerküchlein eine Dolde der Holunderblüten
  • Topping: frischer Berliner Frühlingshonig

Übrigens: Obwohl es in den Holundersträuchern summt und brummt, sind diese für die Bienen nicht wirklich interessant, da sie keinen Nektar, sondern nur etwas Blütenpollen liefern. Außerdem finden die Bienen derzeit andere Blüten voller Nektar, dass sie zum Beispiel lieber zu den Linden fliegen, die in Berlin gerade in voller Pracht stehen. Wir können die Holunderblüten also problemlos pflücken und leckere Küchlein daraus backen.

Wer mehr leckere Holunder-Rezepte sucht, kann sie unter wdr1.de nachlesen.

Wer aus Holunderblüten leckeres Gelee machen möchte, findet im Blog schoenertagnoch.blogspot.de ein Rezept.

Guten Appetit. Eure Jana

Die Hauptstadtlinden blühen

3. Juni 2014

Linde

Habt ihr es schon bemerkt, die Berliner Bürgersteige und Straßen beginnen zu kleben. Die ersten Lindenblüten blühen – und schon bald gibt es den ersten Lindenhonig.

Wie alles in diesem Jahr blüht 2014 auch die Linde früher als erwartet. Man merkt das in der Stadt meist daran, dass es unter den Sohlen beim Laufen klebt und dass parkende Autos schon jetzt mit einem leichten Klebefilm überzogen sind. Keine Sorgen, das wird noch zunehmen. 2014 scheint ein kräftiges Lindenjahr zu werden. Und damit auch ein kräftiges Lindenhonigjahr.

Lindenhonig besteht allerdings nicht immer nur aus dem Nektar der Blüten, sondern auch aus Honigtau der Blattläuse, die die Linde genauso gerne mögen wie die Bienen. Wenn die Blattläuse – wie auch beim Waldhonig – an den sogenannten Siebröhren des Baumes saugen, scheiden sie Honigtau aus. Diesen sammeln wiederum die Bienen und verarbeiten ihn zu Honig.

So gibt es einerseits Lindenblütenhonig und Lindenblatthonig aus dem Honigtau. Meist erntet der Imker eine Mischung davon, wobei das Verhältnis je nach Wetterlage und demnach von Jahr zu Jahr variieren kann. Lindenhonig kann deshalb auch mal fester und mal flüssiger sein.

Wer jetzt Lust auf frischen Lindenhonig bekommen hat, kann ihn gleich hier vorbestellen. Voraussichtlich Ende Juni wird er fertig abgefüllt in Gläsern sein und dann per Post zu Dir kommen.

In Berlin gibt es besonders viele Lindenbäume, was auch einige Imker aus dem Umland dazu bringt, zur Lindenblüte mit ihren Bienenvölkern in die Stadt zu wandern und hier für ein paar Wochen zu bleiben. Lindenbäume wachsen grundsätzlich eher im Norden Deutschlands, da sie viel Wasser benötigen und eine starke Hitze nicht so mögen.

Da es in Berlin viele Lindenbäume und ganze Lindenalleen gibt, gibt es auch jedes Jahr zuverlässig Lindenhonig wie unsere Sorte „Hauptstadtlinde“. Viele Sommerhonige haben zudem einen Anteil Linde. Das kann man gut herausschmecken, denn Lindenhonig schmeckt leicht minzig. Das liegt am hohen Anteil der ätherischen Öle (Menthol), der den Lindenhonig besonders gut und beliebt gegen Erkältungen macht.

Lindenhonig ist, wenn er ganz frisch ist, flüssig und hellgelb bis leicht grünlich und wird später nach dem Rühren cremig. Hat er einen hohen Anteil an Honigtau, wird er dunkler und bleibt länger flüssig.

Viel Spaß beim Honignaschen, er schmeckt nicht nur bei Erkältung. Eure Jana