Posts Tagged ‘Honig-Kosmetik’

Honig-Salz-Peeling

12. März 2017

Zarte, geschmeidige Haut wünscht sich fast jeder. Um diese zu bekommen, muss man sie hin und wieder auf die richtige Art und Weise von alten Hautschuppen befreien und wirklich „porentief“ reinigen“. Dieses Honig-Salz-Peeling hilft dabei – und es pflegt.

 

Für eine Ganzkörperanwendung braucht ihr nur drei Zutaten:

  • 50 Gramm Salz
  • 50 Milliliter Öl
  • 100 Gramm flüssiger Berliner Honig (dieser lässt sich am besten mit den anderen Zutaten mischen)

Als erstes vermischt ihr Öl und Salz miteinander und rührt dann den Honig unter diese Mischung. Gut verrührt könnt ihr das Peeling dann auf die Haut auftragen. Am besten macht ihr das unter der Dusche und optimalerweise nach einer heißen Dusche oder einem Bad, wenn die Poren der Haut weit geöffnet sind. Die gesunden Wirkstoffe des Honigs können so am besten von der Haut aufgenommen werden.

Am Körper solltet ihr das Peeling mit kreisende Bewegungen einmassieren, im Gesicht jedoch nicht zu stark rubbeln, da die Haut hier etwas empfindlicher sein könnte. Nach dem Auftragen sollte das Peeling einwirken können, bevor ihr es mit warmem Wasser wieder abspült.

Ihr werdet sehen und vor allem spüren, wie weich und zart die Haut nach dem Peelen ist. Wenn ihr das Peeling nur für einzelne Körperstellen verwenden wollt, könnt ihr trotzdem die empfohlene Menge anrühren, denn es ist etwa drei Monate haltbar.

Ein weiterer Vorteil: Man muss sich nach dem Duschen und Peelen nicht eincremen, denn das Öl hat die Haut schon gut mit Fett versorgt.

Den Tipp und das Rezept für das Honig-Salz-Peeling habe ich aus dem Buch „Selbst gemacht aus Honig, Wachs & Co.“ von Claudia Bentzien und Claudia Salata.

Viel Spaß beim Peelen! Eure Jana

Auch andere Kosmetik mit Honig kann man prima selber machen – oder künftig bei der Berliner Bärengold GmbH kaufen!

Die Seife mit dem Lieblingshonig

14. Oktober 2016

Fotos: Jana Tashina Wörrle

Honig ist nicht nur gesund und lecker, sondern er pflegt auch die Haut. Man kann ihn prima als Zutat für Seife verwenden. Hier bekommt ihr ein ganz einfaches Rezept für Honigseife, die den eigenen Lieblingshonig enthält.

Manchmal muss man die Welt nicht neu erfinden und kann das nutzen, was es bereits fertig zu kaufen gibt wie etwa Bio-Seifengrundlage. Man kann sie dann ganz einfach mit den Zutaten verfeinern, die man gerne mag und von denen man weiß, dass sie gut wirken. So ist es mit Honig in der Seife, der sich hier perfekt eignet. Er pflegt und duftet.

Für folgendes Rezept habe ich Seifenbasis mit Ziegenmilch verwendet. Es gibt sie meist als Kilopackung zu kaufen. Ich habe dieses Kilo in vier Teile geteilt und daraus Honigseife gemacht.

Und das geht so: Die Seifenbasis macht ihr in einem Wasserbad flüssig und gebt dann den Honig dazu. Ich habe 250 Gramm Seifenbasis genommen und dann einen dicken Esslöffel Berliner Honig hinzugefügt – in meinem Fall Frühlingshonig. Dann wird alles kräftig umgerührt und in Formen gegossen.

Die Formen sollten möglichst aus Silikon sein, damit man die fertige Seife auch wieder herausbekommt. Ich habe Eiswürfelformen verwendet, denn ich wollte kleine Seifen zum Verschenken machen. Im Handel gibt es aber auch größere Formen extra für Seifen.

Die Seifenhonigmasse muss nach dem Abfüllen mindestens 24 Stunden Zeit zum Durchhärten bekommen. Dann ist sie schon fertig und kann Eure Hände – oder die der Beschenkten – mit cremigem, duftenden Schaum säubern und pflegen.

Viel Spaß beim Nachmachen und Händewaschen! Eure Jana

Honig, Wachs und Propolis: Bienenprodukte machen schön

5. Oktober 2016
Frischer Honig

Frischer Honig ist besonders lecker. Aber nicht nur das: er macht auch schön.

Cremes mit Honig oder Lippenbalsam mit Bienenwachs – in vielen Kosmetikprodukten findet man mittlerweile Bienenprodukte. Doch was bewirken die Stoffe aus dem Bienenstock? Wir haben eine Expertin gefragt.

Honig wirkt antibakteriell, genau wie das Kittharz Propolis. So wird Honig gerne Shampoos, Haarkuren und Gesichtswasser eingesetzt – auch wegen seinem Duft. Propolis dient als entzündungshemmender und konservierender Zusatz in kosmetischen Präparaten zur Mundhygiene etwa in Lippenpflegestiften, Mundwasser oder Zahnpasta. Es wird aber auch in Deos verwendet.

Bienenprodukte gegen Falten

Bienenwachs gibt Cremes und Balsam eine gute Konsistenz und Gelée Royale wird als wahres Wundermittel gegen die Hautalterung angepriesen. Auch Bienengift ist manches Mal eine Zutat in Hautcremes und soll der Faltenbildung vorbeugen.

Das was die Bienen in ihrem Stock produzieren – und das ist weit mehr als nur Honig – wird immer öfter auch in Kosmetik eingesetzt. Und das hat gute Gründe.

Bienenprodukte in der Kosmetik erleben derzeit eine Renaissance. „Zurück zur Natur liegt generell im Trend. Dazu gehört auch das Herstellen der eigenen Naturkosmetik. Hierbei haben Bienen und deren Produkte ein besonders „naturverbundenes“ Image“, erklärt Annette Schroeder vom Bieneninstitut der Universität Hohenheim, warum sowohl fertige Kosmetik aus Honig, Bienenwachs und Co als auch Rezepte dafür gefragt sind.

Schon seit Jahrtausenden werden Bienenprodukte in der Kosmetik eingesetzt. „Sogar der ägyptischen Königin Kleopatra wird Ihre Schönheit einem täglichen Bad in Milch und Honig zugeschrieben und Hippokrates behandelte bereits eitrige Wunden mit Honig“, sagt Expertin Schroeder. Generell könnten alle Bienenprodukte in der Kosmetik eingesetzt werden.

Honig: Nahrung für die Haut

Die Wirkung von Honig in der Kosmetik bezieht sich dabei vor allem auf die „Ernährung“ der Haut, denn Honig bindet Feuchtigkeit und versorgt die Haut mit dem, was sie meist sehr dringend braucht: Wasser. Er wirkt beruhigend und klärt Hautunreinheiten durch seine antibakterielle Wirkung.

Bienenwachs dient wie beschrieben meist als Hilfsmittel in der Kosmetik, da es für eine gute Konsistenz der Cremes, Salben und Balsame sorgt – je nach verwendeter Menge. Es ist neutral und nicht reizend auf der Haut.

Propolis hingegen kann durchaus eine Wirkung auf die Haut haben, die man als „reizend“ beschreiben kann. Propolis, das Kittharz aus dem Bienenstock, setzen die Bienen als Isolierung ein und verstopfen damit die Ritzen im Stock. Sie wehren damit aber auch Bakterien, Viren und Pilze ab, die von außen eindringen wollen. Propolis besteht aus verschiedenen, von den Bienen gesammelten, flüssigen Harzen und Bienenspeichel. Es hat eine starke Wirkung und so kann es auch zu starken Reaktionen der Haut kommen, wenn man es nicht verträgt.

Seine antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung wird gerne gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum und in Handcremes eingesetzt. Propolis regeneriert das Hautgewebe und kann so helfen eine Narbenbildung nach Verletzungen zu verhindern. Daneben hat es einen lokalanästesierenden Effekt und steigert die körpereigenen Abwehrkräfte.

Bienenprodukte können Allergien auslösen

Doch Propolis kann – wie andere Bienenprodukte auch – Allergien auslösen. „Daher rate ich dringend davon ab, Propoliskosmetik täglich anzuwenden“, sagt Annette Schroeder. Proplisallergien seien Kontaktallergien und treten vergleichsweise häufig auf. Da Propolis zudem eine antibiotische Wirkung hat, sollte es nur bei Bedarf verwendet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es im Falle des Falles nicht mehr wirkt.

Zu den oft verwendeten Bienenprodukten in der Kosmetik gehört auch Gelée Royale. Es ist das Drüsensekret der Ammenbienen, mit dem sie in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen die Arbeiterbienen und die Königin ihr ganzes Leben lang füttern. Es wirkt bakterizid, antibiotisch und antiviral und es soll wegen seiner vielen gesunden Inhaltsstoffen dem Alterungsprozess entgegenwirken. Gelée Royale enthält 16 Aminosäuren, 12 Vitamine sowie Kalium, Phosphor, Eisen, Calcium, Kupfer und Silizium.

Kosmetik aus Bienenprodukten selbst herstellen

Die positiven Eigenschaften der Bienenprodukte kann man also nutzen, wenn man entsprechende Kosmetik verwendet. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass auf die eigene Haut keine unbekannten Stoffe kommen und dass die Kosmetika ordnungsgemäß hergestellt ist – denn dafür gelten strenge Vorschriften – sollte sie selbst herstellen. Dann hat man auch Einfluss darauf, wie viel der guten Stoffe in der Kosmetik landet. Denn auch wenn „Honig“ auf der Verpackung steht, muss er noch nicht in großen Mengen im Produkt enthalten sein. Hier lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste: umso weiter vorne eine Zutat steht, umso mehr davon ist drin.

Das Bieneninstitut in Hohenheim, von dem die Basisinfos dieses Textes stammen, rät zum Selbermachen, denn Kosmetik mit Bienenprodukten sei besonders kostbar und trotzdem einfach herzustellen. Auch Expertin Annette Schroeder stellt ihre Kosmetik selbst her und verwendet hierzu vor allem eigenen Honig und eigenes Wachs.

Grundlegende Infos zur Herstellung und zur Konservierung und Lagerung gibt es unter bienenkunde.uni-hohenheim.de.

Rezepte für Kosmetik aus Bienenprodukten gibt es regelmäßig auch in unserem Blog.>>>

Viel Spaß beim Creme-Rühren und Gesichtsmasken herstellen. Eure Jana