Archive for September 2015

Brownies mal anders

28. September 2015

Fotos: Jana Tashina Wörrle

Brownies sind schokoladig, süß und klebrig lecker. Normalerweise werden sie gebacken, enthalten Eier und Butter. Doch es geht auch anders. Hier ein Rezept für Brownies, die als Rohkost durchgehen und bis auf den Honig sogar vegan sind.

Für etwa 25 kleine Brownies braucht ihr:

  • 200 Gramm gehackte Mandeln (oder andere Nüsse)
  • 200 Gramm getrocknete Datteln
  • 50 bis 75 Gramm Kakao
  • etwa 2 Esslöffel Berliner Honig

So geht`s:

Die Datteln schneidet ihr in möglichst kleine Stücke und gebt sie mit den anderen Zutaten in eine Schüssel. Dann nehmt ihr einen Pürierstab und mixt alles gut durch – am besten auf kleiner Stufe anfangen und dann erst langsam richtig Power geben. Wer einen sehr leistungsstarken Pürierstab hat, kann auch ganze Mandeln verwenden, die meist einfacher zu bekommen sind.

Wichtig: Die Kakaomenge bestimmt auch die Honigmenge. Mögt ihr es besonders schokoladig, dann nehmt ihr 75 Gramm Kakao und zwei ganze Esslöffel Honig. Wer es milder (zu viel Kakao macht das ganze etwas bitterer) und nicht so süß mag, reduziert bei beidem die Menge.

Die Masse gebt ihr dann in eine große Glasschale – am besten eine rechteckige – in eine Auflaufform oder in eine große Tupperdose. Das Gefäß kleidet ihr mit Backpapier aus, damit sich die fertigen Brownies besser aus der Form lösen lassen. Dann kommt alles für ein paar Stunden in den Kühlschrank, bis die Masse richtig fest geworden ist. Wer es eilig hat, kann auch die Tiefkühltruhe nutzen.

In mundgerechte Stücke geschnitten, könnt ihr Euch die Dattel-Honig-Brownies dann schmecken lassen.

Guten Appetit! Eure Jana

Essbare Blüten: Nahrung auch für Bienen

17. September 2015
Kapuzinerkresse

Foto: gänsebllümchen/pixelio.de

Der Klassiker ist wohl die Kapuzinerkresse, die jetzt ihre Blüten zeigt und gerne als essbare Salat- oder Suppen-Deko verwendet wird. Die gelben, orangenen und roten Blüten schmecken würzig und leicht scharf. Nahrung bietet die Kapuzinerkresse – wie viele andere essbare Blüten – auch den Bienen.

Die Kapuzinerkresse blüht von Ende Juli bis in den September hinein. In Gärten und auf Balkonen sind die Blüten jetzt zu sehen, aber auch immer öfter auf Tellern und Suppenschalen. Die Blüten – genauso wie die Blätter und die Samen – sind essbar und sie gelten durch ihre antibiotische Wirkung als gesund. Bienen finden in den Blüten sowohl Nektar als auch Pollen. Der Autor des Buchs „Bienenweide“, Günter Pritsch, ordnet beidem einen Wert von zwei zu (ein mittlerer Wert; vier wäre sehr gut).

Ein weiterer Klassiker, diesmal in Sachen Bienenweide, ist der Löwenzahn. Er bietet zwischen April und Juni Nektar mit einem Wert von drei und Pollen mit einem Wert von vier. Der gute Nektarwert zeigt sich schon daran, dass es reinen Löwenzahnhonig gibt, wenn Bienenstöcke in einer Gegend mit vielen Löwenzahnblüten stehen und die Immen nicht von einer anderen Tracht abgelenkt werden. Zwischen April und Juni blüht schließlich sehr viel. Bekannt ist, dass man Löwenzahnblätter als schmackhaften Salat essen kann, doch auch die Blüten sind essbar. Zumindest kann man sie mitessen, wenn man Löwenzahn wild pflückt. Laut dem Lebensmittellexikon „EatSmarter.de“ werden sie bei gezüchtetem Löwenzahn, den es im Laden zu kaufen gibt, dagegen aussortiert. Übrigens: Der weiße Saft der Blütenstängel, der beim Pflücken hässliche Flecken an den Fingern und auf der Kleidung hinterlässt, ist ungiftig.

Ähnlich wie der Löwenzahn ist auch die Kornblume bei Bienen beliebt – auch von ihr gibt es reinen Sortenhonig. Leider ist sie nicht mehr so häufig an Feld- und Wiesenrändern zu sehen, da viele Landwirte keine oder nur sehr schmale Blühstreifen anlegen. Wenn sie die Chance bekommt, sich zu vermehren, bietet sie den Bienen von Juni bis September Nektar mit einem Wert von drei und Pollen mit einem Wert von zwei. Gegessen werden die Blüten meist in getrockneter Form, da sie sehr schnell verwelken und getrocknet länger hübsch aussehen. Im Fokus steht dabei vor allem der Deko-Effekt, da das leuchtende Blau sowohl deftige als auch süße Speisen aufpeppt.

Essbar bei der Sonnenblume sind zwar nicht die Blüten, sondern das Innere der Blüten bzw. die Samen, die sich hier in Form der Sonnenblumenkerne bilden. Doch auch sie bietet den Bienen viel Nahrung – der mögliche Sortenhonig aus dem Spätsommer ist der Beweis. Sie blüht von Juli bis September und weist Nektar- und Pollenwerte von jeweils drei auf.

Denkt man an Lavendel, fällt wohl jedem sofort der typische Duft ein. Doch Lavendel ist auch eine Würzpflanze, deren Blätter und Blüten ähnlich wie Rosmarin schmecken. Sie kommen deshalb gerne in deftigen Suppen oder in Kombination mit Kartoffeln zum Einsatz. Lavendel ist aber auch eine gute Trachtpflanze, die den Bienen von Juli bis in den September Nahrung (Nektarwert drei; Pollenwert eins) bieten kann.

In ähnlicher Farbe wie der von Lavendel kommt auch Borretsch daher. Die Blüten haben in Sachen Bienenweide einen absoluten Spitzenwert beim Nektar mit vier (Pollen zwei) und sie zeigen sich von Juni bis September. Der Geschmack von Borretsch soll angeblich frischen Gurken ähneln und so eignet er sich gut zum Würzen von Salatsoßen. Borretsch ist zudem Bestandteil der sieben Kräuter des Rezepts von Frankfurter grüne Soße. Zuviel sollte man vom Borretsch allerdings nicht essen. Die Verbraucherzentrale Hessen warnt, dass er auch giftige Stoffe enthält.

Beliebt als essbare Deko vor allem auf Salaten sind auch die Blüten Veilchen und Stiefmütterchen. Den Bienen bieten sie zwischen zwar von März bis September Nahrung, allerdings nur mit einem Nektarwert von eins und einem Pollenwert von zwei. Veilchen sehen aber nicht nur schön aus. Auch sie sind gesund und besitzen viele ätherische Öle. Kleiner Tipp: Besonders hübsch und lecker zugleich sind die Blüten auch als Bestandteil von Kräuterbutter.

Einen etwas bessern Bienenweide-Wert als Veilchen und Stiefmütterchen bieten Dahlien und Chrysanthemen (Nektar und Pollen jeweils zwei von Juli bis September bzw. in August und September) und auch sie sind essbar und schmücken so manch eher langweilig erscheinendes Gericht. Rezepte mit Dahlien könnt ihr auf der Seite von mein-schoener-garten.de nachlesen. Mehr zu Chrysanthemen, die auch eine heilende Wirkung haben sollen, gibt es unter krautundblueten.de.

Neben diesen vorgestellten essbaren Bienenweide-Blüten gibt es zahlreiche andere. Es lohnt sich auf die Suche zu gehen und eventuell den eigenen Balkon oder Garten damit zu bepflanzen: eine Win-Win-Situation für Mensch und Biene.

Eure Jana

Müsli-Kekse mit Honig: Einfach knusprig

4. September 2015
Müslikekse

Fotos: Jana Tashina Wörrle

 

Nicht nur das Krümelmonster liebt Kekse. Kekse sind tolle Mitbringsel, lecker zum selber Knuspern, einfach zu backen und die meisten Rezepte können nach jedem Geschmack abgewandelt werden. Hier ein Vorschlag für Müsli-Honig-Kekse, die innerhalb von nur wenigen Minuten selbstgemacht sind.

Das besonders einfache an diesem Rezept ist, dass ihr zum Abmessen der Zutaten nur eine klassische Kaffeetasse braucht – also keinen großen Pott, sondern eine Tasse, wie sie zu einem richtigen Kaffeeservice gehört. Inspiriert ist diese Honig-Keksvariante vom Rezept von linguine auf dem Rezepte-Portal chefkoch.de .

Getreideflocken

 

Ihr braucht für ein Blech voller Kekse:

  • eine Tasse Getreidelocken (zum Beispiel Hafer- oder Dinkelflocken)
  • eine Tasse Kokosflocken
  • eine Tasse Mehl
  • einen Teelöffel Backpulver
  • drei Teelöffel Kakaopulver
  • und eine halbe Tasse Berliner Honig
  • 120 Gramm Butter (also etwa eine halbe Packung)

=> Erst vermischt ihr alle trockenen Zutaten sowie die verflüssigte Butter und den Honig miteinander. Im nächsten Schritt werden Trockenmischung und Honigbutter miteinander verknetet. Aus dem Teig formt ihr dann Kekse in beliebiger Größe und legt sie auf ein Backblech. 

=> Die Kekse kommen für etwa 20 Minuten bei 160 Grad in den vorgewärmten Backofen.

Varianten: Statt der Kokosflocken kann man auch gemahlene Nüsse nehmen und statt dem Kakao Schokoladenraspeln. Als zusätzliche Zutaten eignen sich Rosinen oder andere kleingeschnittene Trockenfrüchte (eventuell sollte man dann etwas weniger Zucker nehmen, damit es nicht zu süß wird).

Viel Spaß beim Backen! Eure Jana