Archive for the ‘Hinter den Kulissen’ Category

Berliner Honig bei Kaufland

1. September 2016

Neue Aufsteller von Berliner Honig: Das waren die Vorbereitungen für den Verkaufsstart bei Kaufland.

Seit heute ist es soweit und Berliner Honig ist nun auch bei Kaufland vertreten. Zum 1. September 2016 haben die folgenden Märkte eine Erstausstattung von unseren Honigen bekommen.

Hier findet ihr nun unsere Holzaufsteller mit den drei Berliner Honigsorten: Berliner Frühling, Berliner Sommer und Hauptstadtlinde sowie den verschiedenen Sorten aus dem Umland unter der Marke Bärengold:

  • Kaufland Berlin-Steglitz, Ostpreußendamm 60
  • Kaufland Berlin-Schöneberg, Bessemerstraße 57-75
  • Kaufland Berlin-Marzahn, Märkische Allee 166, 168, 172
  • Kaufland Berlin-Ahrensfelde, Landsberger Chaussee 17
  • Kaufland Berlin-Pankow, Breite Straße 19 – 21A
  • Kaufland Berlin-Biesdorf, Weißenhöher Straße 88-108
  • Kaufland Berlin-Reinickendorf, Residenzstraße 85
  • Kaufland Berlin-Reinickendorf, Ollenhauerstraße 122
  • Kaufland Dallgow-Döberitz, Döberitzer  Weg 3
  • Kaufland Berlin-Haselhorst, Am Juliusturm 40-46
  • Kaufland Berlin-Prenzlauer Berg, Storkower Str. 139
  • Kaufland Berlin-Heinersdorf, Romain-Roland-Straße 13
  • Kaufland Berlin-Friedrichshain, Hermann-Blankenstein-Straße 38
  • Kaufland Berlin-Niederschöneweide, Schnellerstraße 21
  • Kaufland Berlin-Lichterfelde, Goerzallee 195
  • Kaufland Berlin-Adlershof, Rudower Chaussee 12
  • Kaufland Berlin-Lichtenberg, Marktstraße 6
  • Kaufland Berlin-Märkisches Viertel, Senftenberger Ring 15-17
  • Kaufland Berlin-Wilhelmstadt, Wilhelmstraße 21-25

Viel Spaß beim Honig kaufen! Schickt uns doch mal ein Foto, wenn ihr unseren Aufstellen in einer Kaufland-Filiale entdeckt.

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Berliner Bärengold ist zertifizierter Direktvermarkter

3. September 2014

 

Zertifikat

Wer in der Lebensmittelbranche arbeitet, ist zurecht strengen Kontrollen unterworfen. Da geht es zum einen um die Hygiene im Betrieb, zum anderen aber auch um geordnete Abläufe und dass man alle Tätigkeiten, die damit zusammenhängen, schriftlich dokumentiert. Die Berliner Bärengold GmbH hat sich hinter die Kulissen blicken lassen.

In den Produktions- und Lagerräumen von Berliner Honig am Platz der Vereinten Nationen herrscht oft ein reges Geschehen, wenn Honig angeliefert, abgefüllt und etikettiert werden muss. Auch in einer kleinen Firma sind dann jedoch strenge Regeln einzuhalten – vor allem weil wir es hier mit Lebensmitteln zu tun haben.

Auch wenn immer wieder Lebensmittelskandale – sei es Gammelfleisch, gepantschter Wein oder eine verdeckte Backstuben – für Aufruhr sorgen, sieht der Standard eigentlich strenge Kontrollen vor. Zudem können sich Betriebe für freiwillige Prüfungen melden und an Zertifizierungen teilnehmen. Und so wurde auch die Berliner Bärengold GmbH geprüft.

Nach der ausgiebigen Vorbereitung fand vor kurzem das abschließende Audit statt und nun steht fest: Die Zertifizierung ist erfolgreich bestanden. Die Produktion von Berliner Honig und Honigwein wurde von einem unabhängigen Prüfer genau unter die Lupe genommen.

Angefangen beim Etikett eines Honigglases nahm er eine sogenannte Rückverfolgbarkeitsprüfung vor. Name und Sorte – wie beispielsweise „Hauptstadtlinde von Melanie aus Zehlendorf“ – die auf der Etikett genannt waren, wollte er auch in den Unterlagen wiederfinden. Anhand dessen nahm er sich die kompletten Produktionsabläufe vor.

Wann hat Melanie ihre Hauptstadtlinde geliefert? Wann wurde der Honig abgefüllt und wann die Gläser verkaufsfertig gemacht? Wurden bei all diesen Schritten die Hygienevorschriften eingehalten? Wurde der Honig korrekt gelagert, stimmt der Wassergehalt und sind all die Schritte dokumentiert? All diese Fragen und noch viele mehr waren Teil der Prüfung.

Der Prüfer hat Sachkundenachweise kontrolliert und die gültige Betriebshaftpflicht. Er hat geschaut, ob und wie die Unternehmensstruktur von Berliner Honig geordnet ist. Sind alle Aufgaben klar verteilt, fühlt sich für jeden Firmenbereich jemand verantwortlich und kümmert sich um alle anfallenden Arbeiten?

Bei den Aufgaben, die im Produktionsprozess anfallen, wurde klar: Der Wareneingang ist dokumentiert, die Abfüllung, Lagerung und Etikettierung ist hygienisch einwandfrei, alle Mitarbeiter tragen ausreichende Schutzkleidung und können sich vorschriftsmäßig die Hände in den Produktionsräumen waschen. Während der Produktion können keine Fremdkörper in die Honiggläser gelangen, die Räumlichkeiten sind von der Decke bis zum Boden für die Zwecke der Lebensmittelverarbeitung geeignet und alle Abläufe – vor allem die der Reinigung und Desinfektion – werden genau protokolliert.

Mit Fragebogen und Listen rückte der Kontrolleur an und konnte dann nach und nach Häkchen auf seine Checkliste machen. Denn alles entspricht den geforderten Voraussetzungen und die Berliner Bärengold GmbH ist nun offizieller, zertifizierter Direktvermarkter. Das Zertifikat ist ein Jahr gültig.

Berliner Honig erobert mehr Supermärkte

17. August 2014

Rewe

Berliner Honig ist eine regionale Spezialität. Sowohl Berliner als auch Berlin Besucher essen ihn gern. Gerade weil es so wichtig ist, dass mehr regionale Produkte gekauft, konsumiert und verschenkt werden, gibt es den Berliner Honig aber nicht nur im Feinkostladen oder im Touri-Shop, sondern auch im Supermarkt.

Schon seit Juli steht er nun auch in einigen Rewe-Märkten in Berlin. Stück für Stück werden die Märkte angesprochen und der Berliner Honig dort präsentiert.

 Ins Sortiment geschafft hat er es bereits bei den Märkten in der Invalidenstraße 158 in Mitte, in der Drakestraße 33a in Steglitz, in der Breisgauer Straße 1/3 in Zehlendorf und am Johannes-Keppler Platz 5 in Potsdam.

Überall dort könnt ihr nun genauso Berliner Honig kaufen wie bereits in vielen Kaisers- und Edeka-Märkten. Oder ihr bestellt einfach online – das funktioniert natürlich auch weiterhin.

Eine gute Möglichkeit, den Berliner Honig künftig auch im persönlichen Lieblingsmarkt zu finden – falls es ihn hier noch nicht gibt – wäre übrigens auch ein direktes Gespräch mit dem Marktleiter. Fragt doch einfach mal nach. Oft lässt sich so viel erreichen.

Viel Spaß beim Einkaufen und Honig naschen!

Berliner Honig – die vierte Saison

19. Mai 2014

Raps

Frischer kann Honig kaum sein als jetzt. Raps- und Obstbaumblüte sind die ersten Honigsorten aus dem Berliner Umland, die jetzt auf Euch warten. Sie eröffnen die vierte Saison von Berliner Bärengold.

Vor vier Jahre hat alles begonnen und den neuen Honig wollen wir ein wenig mit Euch feiern. Der erste Rapshonig aus diesem Jahr – schneeweiß, stichfest – kommt von Mario aus dem Altenburger Land. Den Obstbaumblütenhonig haben die Berliner Imker Christoph und Melanie von Apfelblüten aus dem Alten Land bei Hamburg mitgebracht, zu denen sie mit ihren Bienen gewandert sind.

Wer jetzt bestellt, bekommt den superfrischen Honig zum Preis von nur 9,99 Euro für drei Gläser á 325 Gramm. Bestellen könnt ihr hier. >>>

Feiert mit uns und genießt den ersten Bärengold-Honig 2014. Super aufs Brot zum Frühstück, als Pausensnack, oder zum Verfeinern von herzhaften Speisen. Oder wie wäre die Kombination mit frischen Erdbeeren oder im Frühlingssalat. Lasst es Euch schmecken.

Schon bald gibt es auch die ersten Stadthonige aus Berlin.

Obstbaumblüten Honig vom Raps

Der erste Honig ist fertig

12. Mai 2014

Annette

Das Bienenjahr 2014 startet durch, Bäume und Blumen liefern sich ein Blühwettrennen vom Feinsten und schon steht die erste Honigernte an. Es beginnt mit Ahorn, Raps und Obstbaumblüte.

Der Winter war kurz – manche sagen, es gab ihn gar nicht – und der Frühling umso intensiver. In den vergangenen Wochen sind Bäume und Sträucher, Blumen und Blümchen nur so explodiert – ein wahres Blütenmeer. Nach Weide, Krokus und Borretsch, die die Bienen zum Jahresstart für sich und die ersten Larven der Sommerbienen benötigen, folgten schnell die Ahornblüten, Löwenzahn, Obstbäume wie Kornelkirsche und Äpfel und bald schon wird die Robinie überall blühen. An einigen Stellen sind schon jetzt Blüten zu sehen.

Die Natur füllt die Honigmägen der Bienchen bereits mit reichlich Nektar und so haben sie schon wahre Mengen an Honig im Bienenstock eingetragen, der bereits verdeckelt in den Waben wartet. Sie die einzelnen Waben mit einer Wachsschicht verschlossen, hat der Honig den erntereifen Wassergehalt erreicht. Dann geht er nicht mehr in Gärung über.

Im Klartext: Die erste Honigernte hat begonnen – und so wie sich das Wetter und damit auch die Blütenvielfalt in diesem Jahr bislang geben, werden noch einige weitere folgen. Neben einem Honig aus vielen verschiedenen Mischhonigen sind nun in der Stadt Sorten wie Ahorn- oder Obstbaumblüte fertig. Am Stadtrand und auf dem Land kommen Raps und Löwenzahn dazu.

Kleiner Tipp: Obwohl man Honig sehr sehr lange lagern kann, ohne dass er stark an Geschmack oder den guten Inhaltsstoffen verliert, schmeckt er ganz frisch nochmals besonders gut und aromatisch.

Jemi

Neben der Honigernte steht jetzt im Mai allerdings noch ein anderes großes Bienenthema an: Es ist Schwarmzeit. Da die Bienenkönigin nun fast ununterbrochen Eier legt und Tag für Tag viele neue Bienen schlüpfen, wird es schnell eng im Stock und die Königin nimmt mit einem Teil der Flugbienen Reißaus. Die verbleibenden Bienen ziehen sich dann aus der jungen Bienenbrut eine neue Königin.

Um zu vermeiden, dass ein Volk schwärmt – was auf engem Raum in der Stadt oft nötig ist – teilen die meisten Imker das Bienenvolk bevor es zu eng wird. Andere lassen die Bienen wiederum schwärmen und fangen den Schwarm danach wieder ein. Doch ob geplant oder ungeplant – einem Bienenschwarm beim Auszug aus dem Stock zuzusehen, ist ein faszinierendes Spektakel. 

Im Wonnemonat Mai ist viel los im Bienenstock und ihr könnt hier den frischen Frühlingshonig bestellen.

Eure Jana

 

Erster Po einer Hummelkönigin in den Safranfeldern von Berlin Friedrichshain

21. März 2011

Hummelkoenigin bei der Pollen und Nektarsuche

Diesen Sonntag haben wir genossen. Sonne pur. Der Kalifornische Himmel über Berlin hat uns zur Hummelsuche im Volkspark Friedrichshain geradezu herausgefordert.

Zu dieser Jahreszeit sind die Wiesen im südlichen Teil des Volksparks übersät mit Krokusblüten. Blau, Gelb und Weiß sind die Farben, die einen kaum noch das Gras erblicken lassen.

Ein Krokusfeld in Berlin Friedrichshain

Super Aroma

Die wohltuende Farbenpracht ist allerdings nicht der einzige Reiz, den diese Berliner Blütenfelder zu bieten haben. Wenn der Wind über die Pflanzen streicht, und einem danach um die Nase rauscht genießt man einen angenehm sanften, wohltuenden Duft von Safran – dem teuersten Gewürz der Welt.

Ein Faden Safran aus Berlin

Safran wird gewonnen, indem man die zentralen Blütenstempel einer bestimmten Krokusart sammelt und trocknet. Unsere einheimischen Krokusse haben weniger und deutlich kürzere, aber ebenfalls aromatische Stempelfäden. (link: Safran auf Wikipedia)

Wir haben natürlich sofort die Regenjacken zu Boden geworfen, sind auf die Knie gegangen, und haben die Nasen in die Blütenkelche gesteckt. Der Duft ist unglaublich. Die dunkel-blauen Krokusse riechen am intensivsten.

Blauer Krokus - riecht echt lecker nach Safran

Und sofort war die Versuchung da, nach Hause zu laufen, die Pinzette zu holen und ein paar Gramm der so lokalen Kostbarkeiten für unser Abendessen zu sammeln. Doch dann geschah weshalb wir eigentlich gekommen waren: Die erste Hummel summt uns um die Nase. Von oben bis unten eingestaubt in Krokusblütenstaub. Und natürlich können wir einem unser Lieblingstiere nicht das Essen wegessen 😉

Der Krokus ist eine wichtige, frühe Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen.

Hummel im Flug

Hummel im Flug ueber Krokussen in Berlin

Überall Hummeln – Wo sind die Bienen?

Hummeln haben den Bienen und anderen Insekten gegenüber einen großen Vorteil. Diesen Vorteil haben sie heute an diesem sonnigen aber kalten Sonntag gnadenlos ausgespielt. Hummeln haben die Fähigkeit sich durch die Bewegungen Ihrer Flügelmuskulatur selbst aufzuheizen. Ihre Größe und kugelrunde Masse funktioniert dabei wie ein Wärmespeicher. Das flauschige Fell ist die perfekte Wärmedämmung.

Diese unfairen Wettbewerbsvorteile erlauben es den Hummeln, schon bei niedrigeren Temperaturen zu fliegen. Das bedeutet sie können schon an Tagen fliegen wo es nur 8-10 Grad gibt. Bienen zum Vergleich brauchen mindestens 12 Grad. Auf Grund dieses Temperaturvorsprungs von 4 Grad können die Hummeln außerdem an den noch kälteren Tagen früher am Morgen starten und länger in den Abend fliegen.  Die frühe Hummel trinkt also zuerst 😉

Es ist natürlich nicht alles nur Zuckerschlecken. Die Hummeln sind die Ersten und Einzigen an so einem sonnigen, kalten Sonnentag im Frühjahr. Aber auch die Amseln sind da, und haben so nur die Hummeln zum Ziel. So eine Hummelkönigin lebt gefährlich. Von 200 Jungen Hummelköniginnen am Anfang des Jahres schafft es im Durchschnitt nur eine Einzige, ein Nest zu gründen.

Nicht nur Bienen – auch Hummeln brauchen deshalb unseren Schutz!

Wer noch mehr über Hummeln wissen möchte: Liebeserklaerung an die Hummel

Was heute passiert ist ….

9. Februar 2011
ein Block aus eingeschmolzenem Bienenwachs

Liebe Freunde,

Bei uns sieht jeder Tag anders aus.  Manchmal rufen uns Imker an oder wir bekommen eine Empfehlung. So erzählte mir ein befreundeter Imkr letzte Woche von Sven, einem Imker aus Treptow, der Honig übrig hat. Meist hören die Imker dann mit der Bienenhaltung auf oder schrauben die Völkeranzahl zurück. d.h. übersetzt ‚weniger Bienen‘ und das gefällt mir ja gar nicht. (Dazu eine kleine Erläuterung: Die Bienenvölker in Berlin tragen sehr viel Honig ein. Das können bis zu 50kg pro Bienenvolk sein. Auf dem Land hingegen freuen sich die Imker über 20kg Honigertrag. Woran das liegt? Ganz einfach, in Berlin gibt’s so viel zu Futtern für die Bienen. Wir Menschen sind ja auch umzingelt von Restaurants und Imbissbuden. Nur, dass das reichhaltige Angebot bei einer Biene nicht ansetzt, ganz im Gegensatz zu uns. Die reiche Ernte führt dazu, dass der Imker quasi in Honig badet und den Honig bewegen muss, was nicht immer ganz so einfach ist, wie folgende Geschichte belegt.) Heute habe ich mich mit Sven zum Honigkosten und Bienenquatschen getroffen. Der Honig war ganz vorzüglich. Sven erzählte mir auch, dass er versucht habe, auf einem Markt in Berlin seinen Honig anzubieten, er wurde dankend abgewiesen, weil er kein Biozertifikat hatte. Soweit ist es schon, Honig der eingeflogen wurde und einen Stempel hat, wird bevorzugt behandelt, weil er beweisen kann, dass er Bio ist – was ‚Bio‘ wirklich bedeutet, wissen die wenigsten, auch, dass es sich bei dem ‚Bio-Label‘ für Honig eigentlich um die Bienenhaltung handelt und nicht um den Honig. Honig, der von nebenan nur über die Straße getragen werden muss, wird abgelehnt. Sowas ist nicht gerade ermutigend, das versteht jeder. Ich kenne das zu gut. Wir durften auf dem Heldenmarkt in Berlin auch nur einen Vortrag halten und nicht den Honig anbieten. Vielleicht machen wir das nächste Mal einen Proteststand vor dem Eingang.  Da frage ich mich wirklich, wie eine Welt tickt, die einheimische Produkte nur mit Zertifikat  akzeptiert und wie der Handel den Markt verzerrt.  Neben Highlights, wie es Honigverkostungen nun einmal sind, steht natürlich auch Routine an. Wir machen alles selbst, Honig abfüllen und etikettieren, Kunden per Telefon oder Email beraten, Rechnungen schreiben, Päckchen packen und mit der Bank telefonieren, weil es eben auch Menschen gibt, die nicht nur Gutes wollen – ein bisschen Schuld haben wir selbst, weil wir unsere Kontodaten veröffentlich hatten – naja, manche Fehler macht man nur einmal. Letzte Woche war ich auf einem Stand auf der Grünen Woche und habe einen ganzen Tag lang von den Bienen erzählt und die Besucher Bienen streicheln lassen. Das war wunderbar und natürlich anstrengend und manchmal nicht so toll – bei schönstem Sonnenschein in dieser stickigen Halle zu stehen. Dafür durfte ich auch kleine Schweinchen anschauen. Das war super und hat vieles wieder gut gemacht. Ich freue mich schon auf den Frühling, wenn wir wieder raus könnecn, die Bienis rumschnuffeln und man sie richtig gut beobachten kann. Am Montag haben wir kurz in jedes Bienenvolk am Wannensee reingeschaut. Es ist wunderbar wie unterschiedlich sich die Völker entwickeln. Ich konnte keine Fotos machen, weil es so kalt war, aber der Frühling kommt und dann gibts wieder Fotos von den Bienen.

Dafür gibt es heute ein Foto von einem eingeschmolzenen Wachsblock. Die Imker nutzen den Winter, um sich auf die neue Saisaon vorzubereiten. Dazu gehört auch, dass Wachs eingeschmolzen wird, der dann den Bienen als Starthilfe dient.  Detlef hält hier bestimmt das gesammelte Wachs einer ganzen Saison von mehreren Völkern in den Händen. Da hab ich auch nicht schlecht gestaunt.

Eure Annette von BerlinerHonig

Was ist denn nun so besonders am Honig aus Berlin?

21. Januar 2011

Liebe Freunde,

Hier ist eine Frage, die uns häufiger gestellt wird. Ich versuche das Mal ein bisschen zu beschreiben, obwohl ich immer noch der Meinung bin, dass man den Honig schmecken muss. Aber dann nehmt das hier als Vorgeschmack. Warum also ist der Honig aus Berlin so besonders? Weil so viele verschiedene Blüten drin sind, weil er frisch ist, weil er naturbelassen ist, nicht gefiltert, nicht gemischt und weil er von nebenan kommt. Und bei den Honigen im Supermarkt soll das nicht so sein? Naja … Vor 3 Jahren dachte ich auch noch, dass es den Bienen auf dem Land besser geht. Pustekuchen.

Aber der Reihe nach:

Jede Stadt / Region hat einen ‚BlütenFingerabdruck‘ – in Berlin blühen neben Obstbaumblüten (Apfel, Birnen, Kirschen und Quitten), Ahorn, Rosskastanien (rot und weiss), Robinien, Linden und Götterbaum (kennt kein Mensch, ist aber extrem markant) und Vergissmeinicht. Dazu kommen unzählige Wild- und Balkonpflanzen. Je nachdem wer was anbaut. Die Bienen mögen das.
Monokulturen wie z.B. Raps und Sonnenblumen sind für die Bienen so, wie wenn wir 3 Wochen lang Currywurst essen müssen – nicht so gut für das Immunsystem. Das wirkt sich auch auf den Geschmack des Honigs aus. Außerdem haben wir in der Stadt keine Pestizide, die die Bienen gefährden können. Berlin ist ein Paradies für Bienen – und das ist kein Joke. Ja ja, jetzt kommt bestimmt jemand mit der Schadstofffrage. Absolut berechtigt. Aber, die Bienen funktionieren wie ein Filter, d.h. der Nektar wird gereinigt bevor er in den Bienenbau kommt. Außerdem wurde der Honig aus Berlin auch getestet und war vollkommen in Ordnung.

Das Besondere ist auch, dass es diesen Honig überhaupt gibt, denn in den letzten 10 Jahren haben wir 30% unserer einheimischen Bienen verloren. Wir essen in Berlin ca. 4000 Tonnen Honig, produzieren aber nur 150 Tonnen. Wenn man da rechnet, merkt man schnell, dass das nicht gut ist. Wir machen BerlinerHonig ja vor allem, weil viele gar nicht wissen, dass der Honig, den sie da im Supermarkt kaufen, gar nicht aus Deutschland kommt. Die Verpackung sieht ja immer schön aus. Erst wenn man das Glas umdreht, sieht man, wo der Honig herkommt – Ursprungsland und Abfüllort sind auch zwei verschiedene Schuh. ‚Mischung aus EG-Ländern‘ bzw. ‚Mischung aus Nicht-EG Ländern‘ – d.h. heisst im Zweifel China und Mexiko, lange Transportwege und Lagerung. Oft schmeckt der Honig, den ich im Mai von einer Marke kaufe, wie der vom Juli, Oktober oder Januar. Das liegt daran, dass diese Honige ‚designt‘ werden, d.h. solange gemischt bis sie perfekt sind, d.h. wahrscheinlich 80% der Probierenden sie gut finden (aber das ist Spekulation). Ein Honig kann nämlich nicht gleich schmecken. Oftmals lagern die Bienen in den unterschiedlichen ‚Etagen‘ des Bienenhauses (den Waben) verschiedene Honige ein. Bei uns ist es so, dass der Berliner Honig ja aus verschiedenen Ecken kommt. Es entstehen automatisch Unterschiede, weil wir den Honig nicht mischen und so abfüllen, wie er im Bienenhaus ist. Viele sind überrascht, wie unterschiedlich Honige aus Berlin schmecken können.

Besonders wird der Berliner Honig auch durch seine Frische – viele wissen gar nicht, dass frischer Honig anders und am besten schmeckt. Das Aroma verfliegt nämlich nach einer Weile. Das ist so wie beim Saft, gleich nach dem Pressen ist das allerbeste.
Honig wird wegen des natürlichen Trauben und Fruchtzuckeranteils nicht schlecht, d.h. aber noch lange nicht, dass er nach der Ernte genauso gut ist wie 10 Jahre danach – man hat auch Honig in Pharaonen Gräbern gefunden, der war bestimmt noch geniessbar, aber wohlschmeckend auf keinen Fall.

Das sind jetzt die wichtigsten Punkte, wobei ich diese Liste bestimmt ergänzen muss.

Kommt der Honig eigentlich wirklich aus Berlin?

21. Januar 2011

Kommt der Honig eigentlich wirklich aus Berlin? Das ist eine Frage, die wir sehr oft hören. Die Antwort ist: Ja – unser Berliner Honig kommt von Bienen, die im Berliner Stadtgebiet leben. Berlin ist eine der grünsten Großstädte Europas – 20% innerstädtischer Wald + 400.000 offiziell registrierte Bäume (ein paar illegale Bäume gibt es natürlich auch). Über 500 Imker sind gemeldet die 3000 Völker betreuten (aber: früher gab es soviele Bienen fast allein in Berlin Weissensee).  Die Bienen lieben die Blütenvielfalt – angefangen mit begrünten Balkons mit Kräutern (z.B. Thymian und Oregano) und Blumen, über Bäume, Wiesen, Parks (z.B. Volkspark Friedrichshhain), Vorgärten und Kleingärtenkolonien. Berlin ist ein Paradies für Bienen – ohne Monokulturen und Pestizide, die auf dem Land leider zur Tagesordnung gehören. Bienen funktionieren wie Filtern, d.h. Schadstoffe im Nektar gibt die Biene nicht in das Bienenvolk zurück, wo der Honig eingelagert wird. Der eingelagerte Nektar ist quasie gereinigt.

Viele vermuten ja, dass der Honig aus dem Umland kommt, ist aber nicht so. Direkt am Alexanderplatz stehen keine Bienen von Imkern, die bei uns mitmachen – aber den ein oder anderen Balkonbienenstock gibt es ganz sicher, man sieht sie nur nicht so offensichtlich, weil die hiesigen Imker sich auch vor Vandalismus und Diebstahl schützen müssen. Manche Imker halten Ihre Bienen auch auf Dächern – ist etwas beschwerlich, funktioniert aber. Da muss man nicht nach New York schauen.

Unser Berliner Honig kommt z.B. aus Hohenschönhausen, Weissensee, Wannensee, Dahlem, Zehlendorf, Spandau, aus der Nähe vom Botanischen Garten und Köpenick. Die Bienen fliegen im Umkreis von 4 km, und lieben in Berlin besonders die Blüten von Obstbäumen (Äpfel, Birnen, Quitten, oder Kirschen), Rosskastanien (rot und weiss), des Ahorns, der Robinien (falsche Akazien), der Linden (es gibt über 80.000 davon), von Götterbäumen und Vergissmeinicht. In so einem Honig kann der Nektar von über 150 verschiedenen Büten enthalten sein. Das macht ihn so aromatisch.

Mehr Persönliches

21. Januar 2011

Liebe Freunde,

Manchmal gibt es so Tage, da bin ich traurig und frage mich, warum kaufen nicht mehr Leute unseren Honig, warum schreibt uns niemand, wieso stellt niemand eine Frage z.B. warum dieser Honig so besonders sein soll und überhaupt wieso man denn Honig aus Berlin braucht. Das ist ein bisschen so, wie wenn man jeden Tag zum Briefkasten geht und nix drin ist ausser Rechnungen und so komische Werbeangebote. Ihr kennt doch alle `kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich` – genauso ist das. Wenn Du anfängst ein Unternehmen aufzubauen, weiss man ja nie so richtig, ob das alles aufgeht, was man sich so gedacht hat. Dann denke ich die ganze Zeit `Esst mehr einheimischen Honig, sonst gibt es bald keine Bienen mehr ` und am liebsten möchte ich es rausbrüllen mit einem Megaphone. Ich weiss aber auch, wenn alle anfangen würden, den BerlinerHonig zu essen, hätten wir gar nix mehr da, aber das wäre auch eine schöne Situation. Aber der Honig will erstmal gegessen werden. Gestern zum Beispiel war ich bei meinem Freund Udo und sehe noch ein halbvolles Glas Honig. Das war nicht irgendein Honig. Das war ein Honig mit einem alten Etikett, d.h. der Honig war mindestens 10 Monate alt. `Hilfe`, dachte ich. Warum isst Du den Honig nicht. Dabei hatte ich ihm wieder frischen Honig mitgebracht. Oder ich rufe Kunden an und die sagen mir, dass Sie von dem Honig, den wir Ihnen im Juni geschickt haben, noch 2 Gläser übrig sind. Naja, aber ich kann ja den Leuten nicht den Honig ins Mäulchen stopfen. Obwohl ich es gern würde.

Ich will auch kein Mitleid oder so, nur rausfinden, wie das funktioniert, was ich tun muss, damit mehr Leute unseren Berliner Honig ausprobieren und nicht mehr zum 0815 Standardhonig greifen, der – ohne, dass es die meisten wissen – meist aus China oder Mexiko kommt, und nicht nur wegen der Entfernung ziemlich weit weg ist von dem, was wir hier um die Ecke an Honig ernten. Deswegen habe ich mir überlegt, dass ich ein bisschen auf Explorationskurs gehe und mir anschaue, wie das die anderen machen und mehr Fragen stelle. Wir werden also nicht mehr nur Rezepte und lustige und vernachlässigte Lebensmittel aus der Region posten (das machen wir auch weiterhin), sondern Euch auch ein bisschen hinter die Kulissen schauen lassen, wie das alles so funktioniert bei uns und Euch vor allem auch Raum geben.

Eure Annette