Archive for März 2014

Leckere Blüten sprießen

25. März 2014

Der Frühling ist in diesem Jahr ein Frühaufsteher und bringt schon jetzt die ersten Blüten hervor, die die Bienen mit Pollen und Nektar versorgen. Weide, Kirsche, Pflaume und auch der Ahorn blühen schon und versprühen manch süßen Duft.

Blüten

Überall in den Berliner Parks blühen schon die Blausterne (Scilla sibirica) und bieten den Bienen Nahrung.

Und so sind auch die Bienen schon wahrlich rege und beginnen zu brüten und Blütennektar einzutragen. Wenn die Sonne direkt auf die Bienenstöcke scheint und sie wärmt, kann man schon jetzt viele von Ihnen mit dicken Pollenhöschen am Eingang ihrer Behausungen beobachten. 2014 wird sicherlich ein super Honigjahr.

Und kaum ist die Winterzeit vorbei, steht auch schon wieder das Osterfest an. Wer seinen Lieben dazu – und natürlich auch zu jedem anderen Anlass – passend zum Frühling und der neuen Blütenpracht eine Freude machen will, sollte Honig verschenken.

In dieser Woche lohnt es sich bei einem der vielen Kaiser’s-Märkte in Berlin und München vorbeischauen. Hier gibt es die neuen Geschenksets von ‚Berliner Honig‘ – drei kleine Honigtöpfchen mit gutem Hauptstadthonig. Natürlich kann man die Geschenksets auch online bestellen. Einfach hier klicken.

Geschenkset2

Wenn der Frühling kommt und die Natur Stück für Stück aus dem Winterschlaf weckt, bekommt man automatisch Lust auf was Frisches. Kennt ihr das auch? Man möchte frischen Salat und Gemüse und kann es kaum erwarten, dass es die ersten Erdbeeren und den ersten Spargel aus der Region gibt. Doch das wird noch ein wenig dauern – trotz dem frühen Start in diesem Jahr.

Unbekannt ist dagegen oft, dass man auch die mache Knospen und Blüten der frühblühenden Bäume essen kann. Natürlich sollte man diese nicht radikal abernten und die Pflanzen damit am Wachstum hindern, aber mal kosten und vorsichtig zupfen ist erlaubt.

So kann man zum Beispiel Ahorn-Blüten mit in einen bunten Frühlingssalat nehmen. Hier ein leckeres Rezept von den Autoren des Pflanzen-Lust-Blogs:

Für eine Person:
Eine kleine Handvoll Blüten vom Spitzahorn
4-5 getrocknete Kirschtomaten
1 TL Pinienkerne
1 TL Birnenbalsam-Essig
1-2 TL Haselnussöl
Pfeffer

Ich würde noch ein klein wenig flüssigen Honig über den Salat träufeln, aber das ist Geschmackssache. Weitere Tipps zur Zubereitung findet ihr hier.

Einen wunderschönen Frühlingsbeginn wünscht Euch Jana

 

Die ersten Ahornblüten in diesem Jahr.

Die ersten Ahornblüten in diesem Jahr.

Advertisements

Wo kommt Dein Honig her?

18. März 2014

Focus1

Als kritischer Konsument hat man es heute schwer. Denn Bio ist auch nicht das Non-Plus-Ultra, wenn man genauer hinschaut. Wenn Bio-Südfrüchte über tausende Kilometer eingeflogen oder Bio-Honige im Ausland produziert werden und damit schwer kontrollierbar sind, kann man schon ins Grübeln kommen.

Also am besten regionale Lebensmittel kaufen. Angebot und Nachfrage in diesem Segment wachsen stetig. Wie der Focus in der vergangenen Woche in einem Artikel – in dem Berliner Honig nicht fehlen durfte – berichtet hat, wollen immer mehr Deutsche wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und sie wollen gezielt Waren aus der Region kaufen, in der sie leben.

Verwirrung im Siegel-Dschungel

In den Supermarkt-Regalen finden sich deshalb auch immer mehr Produkte mit Namen wie „Unsere Heimat“ oder „Gutes von hier“. Doch leider kommt mit diesen Angaben statt Klarheit über die Herkunft oft auch noch mehr Verwirrung im Siegel-Dschungel auf, der schon durch zahlreiche Bio- und Ökolabels geprägt ist. Woher kommen die Produkte und ihre einzelnen Zutaten wirklich? Wie weit wurden sie transportiert und wo erzeugt?

Seit diesem Jahr ist ein weiteres Siegel dazugekommen, das mehr Transparenz verspricht. Das „Regionalfenster“, an dem das Bundeslandwirtschaftsministerium schon seit einigen Jahren arbeitet. Zwar steht darauf nun genau, woher die Hauptzutat des Produktes stammt. Was genau als „Region“ gilt – also Landkreis oder gar ein ganzes Bundesland – kann jeder Hersteller selbst festlegen. Auch verpflichtend ist das neue Siegel nicht.

Habt ihr mal darauf geachtet, wo die Lebensmittel wirklich herkommen, die ihr kauft und konsumiert? Und habt auch ihr schon festgestellt, dass es wahrlich kompliziert werden kann, auf den Produkten genaue Angaben zu finden? Dann schaut mal auf Euren Honig. Falls das keiner unserer Berliner Honig und kein Honig von einem Imker Eurer Nachbarschaft oder des Deutschen Imkerbunds ist, dann steht das bestimmt „aus EG- und Nicht-EG-Ländern“ darauf. Er kann quasi von überall herkommen, denn diese Angabe sagt wenig bis gar nichts aus. Es ist eine bunte und keinesfalls regionale Honigmischung.

Anders bei „Berliner Honig“, denn um die Herkunft zu belegen, haben wir den Imkerstempel auf jedem Glas. Damit wird die Region Berlin jeweils noch viel genauer eingegrenzt und auch bei den Bärengold-Honigen aus dem Umland ist ganz genau angegeben, woher der Honig stammt. Online gibt es dazu Fotos der Imker und ihrer Bienen.

Wie wär’s mit ’ner Honig-Schrippe?

Wer regionalen Honig kauft, kann sich übrigens nicht nur sicher sein, dass der damit lange Transportwege vermeidet und damit etwas Gutes für die Umwelt tut. Er unterstützt auch die natürliche Artenvielfalt an blühenden Pflanzen vor Ort. Viele sind auf die Bestäubung durch die Bienen angewiesen.

Und wenn wir schon über regionale Lebensmittel sprechen, hier ein paar regionale Empfehlungen passend zum Berliner Honig: Wie wäre es mal wieder mit einer leckeren Berliner Schrippe mit Honig zum Frühstück? Dabei bleibt der Honig kalt und alle gesunden Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Oder ganz nach typischer Berliner Art lässt sich auch die Soße der Curry-Wurst mit Honig verfeinern. Einfach den Zucker durch Honig ersetzen (hier gibt es ein Rezept dazu).

Den Focus-Artikel über Berliner Honig und andere regionale Lebensmittel könnt ihr hier nachlesen.

Es grüßt Euch Jana

Der Frühling ist zum Naschen da

4. März 2014

Biene

Horcht mal, schnuppert mal und schaut mal aus dem Fenster: der Frühling ist schon da und mit viel Glück bleibt er auch. Vögel zwitschern, Knospen sprießen, die ersten Blüten trauen sich ans Sonnenlicht und die Bienchen fliegen. Schon jetzt finden sie an Krokussen und Schneeglöckchen Pollen und tragen diesen fleißig in den Bienenstock. Bald beginnt die neue Honigzeit.

Wobei, Honigzeit ist ja eigentlich immer – und man kann den Frühling sogar herbeinaschen. Am Sonntag in der Markthalle Neun in Kreuzberg konnte man genau das ausgiebig bestaunen. Da wurde geschlemmt und probiert, geknuspert und gemampft und Honig ohne Ende genascht. Es war mal wieder Naschmarkt und da durfte Berliner Honig nicht fehlen.

Honig

Vom Frühlings- und Sommerhonig über Linde, Robine, Raps und Sonnenblume haben wir reichlich aufgetischt und nicht schlecht gestaunt, wie eine Naschkatze die andere ansteckte. Sie entdeckten, dass es viele unterschiedliche Honigsorten gibt, die alle anders schmecken, riechen und aussehen. Aber auch die wahren Kenner kamen vorbei und freuten sich frischen Honig direkt aus der Wabe zu naschen. Wer den Naschmarkt verpasst hat, muss nicht traurig sein, denn die Honige könnte ihr ja auch online bestellen und dann zuhause naschen.

Das mit dem ‘Frühling herbeinaschen’ geht ganz einfach, indem man sich ordentlich mit Honig stärkt und damit die allerletzten Erkältungswellen abwehrt. Am besten wirken die guten Inhaltsstoffe des Honigs nicht im heißen Tee und wenn die Erkältung sich schon breit gemacht hat, sondern vorher. Über 40 Grad gehen die wichtigen Enzyme im Honig kaputt, die uns helfen können, unser Immunsystem zu stärken.

Deshalb ein Frühstückstipp für alle Naschkatzen mit leckerem Honig und vielen Vitaminen: der Honig-Beeren-Bananen-Quark.

  • 250 Gramm Quark (Fettstufe je nach Belieben)
  • 1 großer Esslöffel voll Beeren – im Winter aus der Tiefkühltruhe (am besten am Vorabend auftauen) und im Sommer frisch vom Markt
  • 1 großer Teelöffel Honig – am besten flüssiger Honig wie Robinie oder Frühlingsblüte, der sich gut verrühren lässt
  • und 1 reife Banane in Stücken drüber schnippeln

Lasst es Euch schmecken. Dieser Quark macht lange satt, ist gesund und vor allem sooooo lecker.

Die nächsten Naschmärkte finden am 1. Juni, am 7. September und am 7. Dezember statt.