Archive for August 2016

Erfrischendes Honig-Joghurt-Eis

28. August 2016
Honigeis

Honigeis ohne Eismaschine: Was man lange rührt, wird dann umso leckerer. Foto: Jana Tashina Wörrle

Der Sommer ist wieder da und er bringt nochmals Hitze mit. Jetzt tut eine eisige Erfrischung gut. So macht ihr selbst ein leckeres Honig-Joghurt-Eis.

Kaum etwas kühlt leckerer ab als Eis – am besten selbst gemacht und am besten mit Honig gesüßt. Dazu brauch man übrigens keine teure Eismaschine und nur drei Zutaten.

 

Ihr braucht:

  1. 600 Gramm griechischen Joghurt bzw. Joghurt mit zehn Prozent Fett
  2. 200 Gramm Berliner Honig
  3. einen Esslöffel Zitronensaft

Und so einfach geht es:

Joghurt, Honig und Zitronensaft gebt ihr in eine Schüssel mit Deckel und verrührt alles gut miteinander. Die Schüssel stellt ihr dann ins Gefrierfach.

Nun kommt die Besonderheit: Das Honigeis braucht eine ständige Betreuung. Bis es fertig ist, dauert es insgesamt etwa fünf bis sechs Stunden. Damit das Eis schon cremig wird, müsst ihr es allerdings jede Stunde einmal kräftig umrühren. So werden die groben Kristalle zerstört und es bekommt eine schöne Konsistenz.

Tipp: Das fertige Eis sollte nicht zu lange im Gefrierfach bleiben, denn dann kann die Cremigkeit wieder verloren gehen. Also am besten alles schnell aufessen.

Lasst Euch erfrischen und lasst es Euch schmecken! Eure Jana

Imkerporträt: Holger aus Biesdorf

15. August 2016

Holger-Piper_Kindergruppe_1Im Frischeparadies in Prenzlauer Berg hat Holger sein erstes Glas Berliner Honig gekauft und sofort geschmeckt, dass es Honig direkt vom Imker ist. „Der leckere Honig hat mich dabei bestärkt, es selbst zu versuchen“, erzählt der Imker aus Berlin-Biesdorf. Mittlerweile imkert Holger seit fünf Jahren und mit der Begeisterung für guten Honig und die Bienen wurde auch das Interesse an Wildbienen in ihm geweckt.

In seinem Beruf, bei dem er sich mit der technischen Überwachung von Windenergieanlagen beschäftigt, vermisst der heutige Städter dann doch das ein oder andere Mal, den Kontakt zur Natur und zur Landwirtschaft. Aufgewachsen ist Holger auf einem Bauernhof auf Rügen mit Rindern, Pferden, Schweinen, Hühnern und Gänsen. Zivildienst und Studium haben ihn dann nach Berlin gebracht.

Faszination Wildbiene

Als er vor einigen Jahren einen guten Bekannten zu seinen Bienen begleitete, war das der letzte Anstoß, der gefehlt hatte, um Holger zum Stadtimker zu machen. So besorgte er sich Bücher über Bienen und Imkerei, besuchte Imker und wurde Mitglied im Imkerverein Weißensee. Dort lernte er HonigMicha (auch ein BerlinerHonig Imker) kennen, der sein Imkerpate wurde und ihm in den ersten Jahren mit Rat und Tat zur Seite stand.

Mittlerweile ist Holger nach Biesdorf gezogen und Mitglied im Imkerverein Wuhletal geworden. Seine Biene stehen in einer weiträumigen Grünanlage in Lichtenberg, und er besucht sie regelmäßig.

Holger-Piper_Bienenstand-2

„Mit Tieren hatte ich schon immer viel zu tun“, sagt Holger und schwärmt: „Aber die Welt der Bienen ist ganz anders als das, was ich bisher kannte.“ Fasziniert ist er von der effizienten Arbeitsteilung der Honigbienen und zugleich froh, über sie die Welt der Wildbienen kennengelernt zu haben: „Ihr Leben spielt sich scheinbar im Verborgenen ab. Aber so viele Arten wie es von ihnen gibt, so groß ist auch ihre Vielfalt: von Generalisten bis zu Spezialisten ist alles dabei. Auch bei ihnen gibt es viel Spannendes zu entdecken.“

Immer wieder besucht Holger Seminare und Veranstaltungen, um mehr über die wilden Kolleginnen der Honigbienen zu lernen. Sein Wissen gibt er gerne auch an andere weiter, wie zum Beispiel an Kindergruppen im Bienenlehrgarten in Wuhletal.

Favorit Jahreszeitenhonig

Treu geblieben ist Holger seiner Honigbegeisterung, sein Honigkonsum ist allerdings gestiegen, seitdem er eigene Bienen hat. Er isst Honig immer zum Frühstück – ob auf dem Brötchen oder im Müsli – und ab und zu auch mal einen Löffel zwischendurch.

Am liebsten mag Holger die Geschmacksvielfalt sogenannter Jahreszeitenhonige. Sie stammen nicht nur vorrangig aus dem Nektar einer bestimmten Pflanzengruppe. Jahreszeitenhonige wurden über einen langen Zeitraum gesammelt und haben dadurch unterschiedlichsten Ursprung: Frühlingsblüten oder Sommerblüten. In jedem Jahr ist der Geschmack dieser Honige etwas anders. Darin schmeckt man seiner Meinung nach die Jahreszeiten und die Region, in der die Bienen ausfliegen. Und die verändern sich ja auch in jedem Jahr etwas.

Holger-Piper_Bienen

Holger ist einer der Imker, deren Honig ihr als frischen Berliner Honig von der Berliner Bärengold GmbH kaufen könnt. Mehr über die anderen Imker kannst Du hier nachlesen.>>>

Haferflockenkekse mit Honig

12. August 2016

Haferflockenkekse

Zu Kaffee oder Tee, für unterwegs, für Groß und Klein: Kekse schmecken immer.

Hier bekommt ihr ein ganz einfaches Rezept für leckere, knusprige Haferflockenkekse mit Honig.

Für ein Blech voller Kekse braucht ihr:

  • 120 Gramm Butter
  • 300 Gramm Haferflocken
  • eine große Hand voll Rosinen
  • 50 Gramm Berliner Honig
  • 50 Gramm Zucker
  • zwei Eier
  • ein Päckchen Vanillezucker
  • einen halben Teelöffel Backpulver
  • 30 Gramm Mehl

Als erstes lasst ihr die Butter schmelzen und mischt sie mit den Haferflocken und den Rosinen. Während diese Masse abkühlt, rührt ihr die Eier mit dem Honig und dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig. Dann wird alles gemischt und mit Mehl und Backpulver vermengt.

Jetzt geht es schon aufs Backblech: Am besten nehmt ihr zwei Teelöffel und formt aus der Masse kleine Häufchen, die ihr dann auf Backpapier auf das Blech setzt und etwas platt drückt.

Das Blech mit den Teighäufchen kommt dann in den auf 190 Grad vorgeheizten Ofen und bleibt dort für zehn bis 15 Minuten drin. Wenn sie leicht braun geworden sind und herrlich duften, sind die Haferflockenkekse fertig.

Vorsicht heiß! Trotz Honigduft: Verbrennt Euch nicht die Zunge. Guten Appetit!

Obst und Gemüse: Bienen sorgen für Vielfalt

5. August 2016

Was Bienen leisten, verzaubert nicht nur Honigliebhaber, wenn sie die Süße schmecken, das Aroma riechen und sich den Geschmack von Robinien, Linden oder Kastaniennektar auf der Zunge zergehen lassen. Die Leistung der Honigbiene hat noch ganz andere Qualitäten: sie sorgt dafür, dass wir eine große Vielfalt an verschiedenen Obst- und Gemüsesorten zur Auswahl haben.

Kirschen

Von den 2.000 bis 3.000 Nutz- und Wildpflanzen, die hierzulande heimisch sind, sind rund 80 Prozent auf die Bestäubung durch die Honigbiene angewiesen. Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier, gleich nach Rind und Schwein. Das, was sie gemeinsam mit anderen Insekten für die Bestäubung leistet, haben Wissenschaftler in einem konkreten Wert umgerechnet: Sie kommen auf etwa zwei Milliarden Euro an „volkswirtschaftlichem Nutzen“. Auch der Honigertrag wurde hierbei berücksichtigt.

Wie erwähnt, bekommt die Honigbiene bei der Bestäubung Unterstützung von anderen: Wildbienen, Schmetterlinge, Fliegen und andere Insekten. Doch kein anderer außer ihr versteht sich so gut im Teamwork und tritt in einer so großen Anzahl an Individuen auf, die gemeinsam an der selben Sache arbeiten. Ein Bienenvolk muss man immer als Ganzes sehen und als Ganzes leistet es Enormes. Ein einziges Honigbienenvolk kann nach Angaben des Nabu pro Tag drei Millionen Obstblüten bestäuben.

Äpfel

Gerade jetzt im August ist die Auswahl an Obst riesig. Auf den Wochenmärkten quellen die Verkaufstische regelrecht über von Kirschen, Pflaumen, Aprikosen und Pfirsichen, von Äpfeln und Birnen. Nicht zu vergessen das Gemüse: Möhren oder Kürbis zum Beispiel. Auch sie sind erst so schön und saftig geworden wie wir sie jetzt und noch weit in den Spätsommer hinein ganz frisch bekommen, weil Bienen sie bestäubt haben.

Bei Kürbisgewächsen wie der Zucchini und bei den Auberginen sind es übrigens oft Hummeln, die die Blüten bestäuben. Dabei beißen sie die Blüten von außen an und bringen sie durch Flügelschlagen zum Vibrieren. Durch dieses Beben wird die Blüte bestäubt. Hummeln zählen zu den Wildbienen.

Möhren

Obst, das von Bienen bestäubt wurde, ist den Erfahrungen der Forscher vom Laves Bieneninstitut in Celle zufolge schwerer und größer, wohlgeformter und süßer, widerstandsfähiger gegen Krankheiten und kann besser gelagert werden. Die Erträge steigen zudem stark an, wenn Bienen am Werk waren. Bei Himbeeren und Erdbeeren ist beispielsweise laut Nabu eine Steigerung um 50 Prozent möglich, bei Birnen um 70 Prozent, bei Pflaumen um 75 und bei Sauerkirschen um fast 80 Prozent. Bei Äpfeln sind es sogar über 80 Prozent.

Um zu zeigen, wie wichtig die Bienen tatsächlich dafür sind, dass wir so viele verschiedene Früchte essen können, muss man sich die Bestäubung einmal genauer ansehen: Damit eine Blüte bestäubt wird, muss der Pollen einer anderen Blüte auf der Narbe der Blüte landen bzw. wird er hier von der Bienen abgestreift, wenn sie den Nektar sammelt. Der Pollen hat sich meist ganz einfach in ihren Härchen am Körper verfangen und landet so „nebenbei“ auf der nächsten Blüte, die sie anfliegt. Das Pollenkorn wandert dann von der Narbe zur Eizelle im Innern des sogenannten Fruchtknotens. Dieser Fruchtknoten entwickelt sich später zur Frucht.

Aprikosen

Alle typischen Obstsorten, die bei uns wachsen wie Äpfel, Birnen, Süß- und Sauerkirschen, Zwetschgen, Pflaumen und Mirabellen, Aprikosen, Pfirsiche und Quitten sowie die vielen Beerensorten sind also auf die Bienen als Bestäuber angewiesen. Die Bestäubung durch den Wind ist bei den Obstsorten eher selten.

Auch beim Gemüse läuft das ähnlich ab, wobei weit mehr Obst- als Gemüsesorten auf Bienen angewiesen sind. Das zeigt die Natur schon alleine daran, dass Gemüse den Bienen grundsätzlich nicht ganz so viel von dem attraktiven Nektar bietet, der sie zu sich lockt.

Viel Spaß beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt! Eure Jana

Kürbis