Archive for Juni 2015

Höhepunkt im Bienenjahr

22. Juni 2015

Eine volle Brutwabe. Foto: Jana Tashina Wörrle

Der 21. Juni ist der längste Tag des Jahres. In vielen Ländern – vor allem im Norden – feiern die Menschen diesen Tag der Sommersonnenwende. Auch im Bienenstock ist dann der Höhepunkt des Jahres erreicht. Die Bienenvölker sind so stark wie zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr. Die Vermehrung nimmt nun ab, aber die Bienen sammeln weiter fleißig Honig.

Die Sommersonnenwende ist ein wichtiger Wendepunkt im Bienenvolk. Bis zum 21. Juni, wenn die Tage immer länger werden, vermehren sich die Bienen ununterbrochen, denn bis dahin legt die Bienenkönigin ist meisten Eier. Die Brutnester wachsen bei den Wirtschaftsvölkern, deren Königin schon mindestens ein Jahr als ist, auf ihre maximale Stärke heran. Mehrere zehntausend Bienen gehören dann zu einem Volk.

Im Mai und Juni herrscht die Schwarmzeit bei den Bienen und sie vermehren sich, indem sie sich teilen. Die Königin zieht dann manchmal mit einem Teil des Volkes aus dem Bienenstock aus. Sie macht Platz für eine neue Königin, die die zurückbleibenden Bienen schon in den Tagen vor dem Schwärmen aus einem Ei oder einer ganz jungen Made hergezogen haben.

Bis zum 21. Juni haben die meisten Imker in Berlin und der Umgebung Frühlings- und oft auch schon den feinen, milden Robinienhonig geerntet. Im Frühlingshonig sind verschiedene Nektarsorten zu finden– mal als Sortenhonig, mal gemischt als Jahreszeitenhonig – wie Raps, Obstbaumblüte, Rosskastanien, Ahorn oder Löwenzahn. Je nach Standort unterscheiden sich Zusammensetzung, Geschmack und Konsistenz.

Eine volle Honigwabe. Foto: Jana Tashina Wörrle

Nach der Sommersonnenwende nimmt die Legeleistung der Königin in den Wirtschaftsvölkern ab, da jetzt allerdings die größte Masse an Bienen in einem Stock lebt, ist die Honigsammelleistung hoch. Ab dem 21. Juni verändern die länger werdende Nächte und kürzer werdenden Tage den Lebensrhythmus der Bienenvölker. Wenn die Sommerlinde anfängt zu blühen, haben die Bienen mit dem Nektarsammeln richtig viel zu tun und nicht mehr so viel mit der Aufzucht der jungen Bienen. Sie denken schon an den Winter und fangen an große Vorräte anzulegen. Über diese Vorräte freuen auch wir uns.

In der Berliner Innenstadt ist die Lindentracht besonders ausgiebig, denn hier löst eine Lindenart die andere in der Blütezeit ab. Nach der Sommerlinde blühen noch die Holländische Linde, die Winterlinde und die Silberlinde und sorgen dafür, dass die Bienen auch dann nicht hungern müssen, wenn wir den frisch eingetragenen Honig ernten. Die Berliner Lindenblüte ist sogar so begehrt, dass Jahr für Jahr Imker aus dem Umland zu ihrer Blühzeit mit ihren Bienenvölkern in die Stadt einwandern.

Doch auch nach der Lindenblüte ist die Sammelzeit der Bienen noch nicht zwingend vorbei. Je nach Region und Wetter blühen im Spätsommer noch Sonnenblumen oder Heidekraut und immer dann, wenn die Bäume viele Blattläuse haben, gibt es Honigtau und damit Blatthonig – stammt er von Tannen, Fichten oder anderen Nadelbäumen, nennt man ihn Waldhonig. Er ist besonders mineralstoffhaltig und aromatisch.

Auch wenn es dann für uns noch längst nicht Winter ist, bereiten sich die Bienen schon intensiv auf die kalte Jahreszeit vor. Die Königin legt dann die Eier, aus der später die Winterbienen schlüpfen.

Was das Honigjahr 2015 noch alles mit sich bringt, bleibt spannend und ist jedes Jahr eine Überraschung. Den neuen Honig aus dem Frühjahr könnt ihr schon jetzt probieren und einfach bei Berliner Bärengold bestellen. Wer sich für die begehrte Lindenblüte interessiert, kann sich schon jetzt ein paar Gläser reservieren.

Genießt den Sommer! Eure Jana

Hauptstadtlinde

HonigMicha beim langen Tag der StadtNatur

10. Juni 2015
Langer Tag der StadtNatur

Foto: Stiftung Naturschutz Berlin

Berlin gilt als besonders grüne Großstadt. Die Natur der Hauptstadt hat viel zu bieten und das wollen am 20. und 21. Juni auch wieder zahlreiche Veranstaltungen beim „Langen Tag der StadtNatur“ zeigen. Mit dabei ist auch der Berliner-Honig-Imker „HonigMicha“. Er zeigt bei sich am Bienenstand in Weißensee und in seiner Schleuderküche, wie der Alltag eines Berliner Imkers aussieht.

„Vom Honigsammeln bis zum Schleudern“ lautet das Thema der Führung durch seine Schauimkerei. Dabei zeigt Michael Gütt (HonigMicha), wie ein Berufsimker arbeitet und lässt natürlich auch von seiner frischen Honigernte probieren. Besuchen kann man seine Imkerei in Weißensee in der Straße 210 Nr. 9 am Samstag, den 20. Juni zwischen 16 und 20 Uhr und am Sonntag, den 21. Juni zwischen 13 und 18 Uhr. Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es hier.>>>

Gut 500 Veranstaltungen finden am „Langen Tag der StadtNatur“ der Stiftung Naturschutz Berlin in diesem Jahr statt, darunter auch viele, die sich mit Wild- und Honigbienen und der Imkerei beschäftigen. So können Interessierte sowohl etwas über die Bedeutung von Spiralhorn-, Sägehorn- und Keulhornbienen, über Grabwespen und Schwebfliegen erfahren, wenn sie an der kleinen Wanderung mit Dr. Christoph Saure über die Trockenrasen in Berlin Steglitz teilnehmen. Dabei steht die Bedeutung der Wildbienen für die Bestäubung der Pflanzen in der Stadt und deren Artenvielfalt im Mittelpunkt.

Zusätzlich gibt es zahlreiche Führungen rund ums Thema „Gärtnern in der Stadt“ etwa im himmelbeet in Wedding, bei dem die Stadtimker eine große Rolle spielen, und Veranstaltungen, die zeigen, welch großes Nahrungsangebot die Stadt dene Bienen liefert. So kann man beispielsweise im Schulgarten Moabit eine Bienenführung besuchen oder im Bürgergarten Laskerwiese mehr über „Beete und Bienen, wilde Hecken und Kräuter“ lernen.

 

Einen Überblick über die einzelnen Veranstaltungen zu Wild- und Honigbienen gibt es hier.>>>

Mehr über den „Langen Tag der StadtNatur“ findet ihr hier.>>>

Und vergesst nicht „HonigMicha“ in Weißensee zu besuchen. >>>

 

 

 

 

 

 

Berliner Honig auf dem Naschmarkt

1. Juni 2015
Naschmarkt

Foto: Berliner Naschmarkt

Über 30 Kilogramm Süßigkeiten isst jeder Deutsche im Schnitt. Das meiste davon ist Schokolade, gefolgt von süßen Backwaren und Speiseeis. Letzteres lieben wir vor allem im Sommer und so steht es auch im Mittelpunkt des Berliner Naschmarkts am 7. Juni in Kreuzberg. Das Team von Berliner Honig ist auch mit dabei.

Von 12 bis 18 Uhr wird in der Markthalle Neun wieder geschlemmt was das Zeug hält. Anbieter von regionalen, saisonalen und handwerklich hergestellten Süßwaren bieten hier ihre süßen Kunstwerke an.

Schon seit dem Jahr 2011 gibt es den Berliner Naschmarkt. Wie die Veranstalter schreiben ist der Naschmarkt keine neue Erfindung, denn schon im Mittelalter gab es Naschmärkte in vielen mittel- und südosteuropäischen Städten. Ursprünglich waren es Märkte für Nahrungsmittel, die als besonderer Luxus galten. Dabei meinte man vor allem bestimmte Gemüse- und Obstsorten.

Heute gibt es auf dem Naschmarkt Speiseeis, Kuchen, Schokolade, Pralinen und vieles mehr – und natürlich Honig. Regionaler Berliner und Brandenburger Honig, der ganz frisch geerntet wurde. Aus der Stadt gibt es schon jetzt Frühlingsblütenhonig und aus der Umgebung rund um Berlin Obstbaumblüten- und Rapshonig aus diesem Jahr.

Kommt am Berliner-Honig-Stand vorbei und probiert! Wir freuen uns auf Euch.

Die Markthalle Neun hat zwei Eingänge: Eisenbahnstr. 42/43 und Pücklerstr. 34. Ihr findet sie in 10997 Berlin.

Obstbaumblüte1