Bienenbäume in Berlin

Bienenbäume im Lietzenseepark

Bienenbäume im Lietzenseepark. Fotos: Jana Tashina Wörrle

Wer jetzt durch Berlin spaziert, entdeckt an manch einer Straßenecke, in Parks oder auf Friedhöfen Bäume, in denen es ungewöhnlich laut summt. Ein regelrechtes Brumm- und Summkonzert von Bienen, Hummeln und vielen weiteren Insekten dringt zwischen den Blättern und Blüten hervor – oft tummeln sich auch viele Immen auf dem Boden rund um die Bäume, wenn diese schon einige Blüten abgeworfen haben.

Was hier blüht, hat ungewöhnlich viele Namen: Euodia hupehensis, Wohlduftraute, Tausendblütenbaum, Samthaarige Stinkesche oder ganz einfach Bienenbaum. Dieser stammt ursprünglich aus Ostasien und war bis in die 1950er Jahre bei uns unbekannt. Da er mit Trockenheit gut klarkommt, eignet er sich gut als Straßenbaum und wurde somit in Städten wie Berlin an einigen Stellen gepflanzt.

Das Besondere – daher auch der Name Bienenbaum – ist seine lange und späte Blühzeit bis Ende September und der hohe Nektarwert. Jetzt wo die meisten anderen Pflanzen, die den Bienen Nahrung bieten, keine Blüten mehr tragen, legt der Bienenbaum so richtig los und dient ihnen – genauso wie den Hummeln und vielen Wildbienen – als Bienenweide. Und das hört und sieht man, wenn man sich den „Rauschbaum“, wie ihn Gärtner auch manchmal nennen, mal genauer ansieht.

Wer einen Bienenbaum entdecken möchte, sollte neben den lauten Brumm- und Summgeräuschen auch nach großen Bäumen mit bis zu zwanzig Zentimeter großen Blütentellern Ausschau halten. Die Teller bestehen aus vielen kleinen, weißlich-gelblichen Einzelblüten. Die Blätter des Bienenbaums sind gefiedert und eiförmig zugespitzt. Die Bäume sind meist reich bedeckt von Blättern und Blüten.

Reinen Bienenbaum-Honig gibt es übrigens kaum, denn die Honigernte ist jetzt für dieses Jahr bereits abgeschlossen und die Bienen versorgen sich jetzt nur noch selbst für den Winter und legen einen Vorrat an. Der letzte Honig des Jahres in der Stadt ist meist ein kräftig schmeckender Sommerblütenhonig. Auf dem Land gibt es – je nach Standort und Region – dagegen zusätzlich Sorten wie Sonnenblumenhonig oder Heidehonig.

Schaut doch mal, ob ihr in Eurer Nähe einen Bienenbaum entdeckt. Viel Spaß! Eure Jana

 

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