So lecker kann ein Bienenstich sein

Bienenstich1Bienenstiche sind schmerzhaft, aber auch seltener als viele glauben. Bienen stechen, um sich zu verteidigen, nicht um anzugreifen. Was uns im Sommer um die Ohren schwirrt, wenn wir draußen etwas essen, oder was beim Bäcker durch die Auslagen krabbelt, sind meist Wespen. Bienenstiche können aber noch etwas ganz anderes: herrlich schmecken. Hier das leckere Rezept für den Klassiker.

Eindeutig geklärt ist nicht, woher der Name „Bienenstich“ für den Blechkuchen mit Puddingfüllung und Mandelhaube ursprünglich stammt. Angeblich geht es auf eine Sage aus dem 15. Jahrhundert zurück. Zwei Bäckerjungen aus der Stadt Andernach in Rheinland-Pfalz wollten Honig aus Bienenkörben stehlen und wurden dabei von Angreifern aus der Nachbarstadt Linz am Rhein überrascht, die eigentlich vor hatten Andernach zu erobern.

Vor Schreck warfen die beiden Bäckerjungen mit den Bienenkörben nach den Linzern und machten ordentlich Radau. So wurden die Angreifer entdeckt und Andernach davor der Eroberung bewahrt. Die Bäckerjungen wurden wie Helden gefeiert und nicht wegen Diebstahl bestraft. Zur Feier gab es einen ganz besonderen Kuchen, der auch heute noch gerne gegessen wird: der Bienenstich.

Hier ein einfaches, aber sehr leckeres Rezept ohne Hefe- oder dafür mit Quark-Öl-Teig:

Für den Quark-Öl-Teig braucht ihr:

  • 400 Gramm Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 75 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 Gramm Magerquark
  • 100 Milliliter Öl
  • 100 Milliliter Milch

Erst mischt ihr Mehl, Backpulver, Zucker und Salz und rührt alles gut durch. Dann gebt ihr Quark, Öl – am besten Raps oder Sonnenblumenöl, die keinen starken Eigengeschmack haben – und Milch dazu und rührt alles so lange, bis eine glatte, etwas klebrige Masse entstanden ist. Sie erinnert in ihrer Konsistenz an Hefeteig. Den Teig, der im Vergleich zum Hefeteig nicht gehen muss, verstreicht ihr gleichmäßig auf einem Backblech.

Für den Guss braucht ihr:

  • 100 Milliliter Sahne
  • 50 Gramm Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • 2 Esslöffel Berliner Honig
  • 200 Gramm Mandelblättchen

Gleich nach dem Teig solltet ihr den Guss zubereiten, denn dieser wird mitgebacken. Dazu gebt ihr Sahne, Butter, Zucker und Honig in einem Topf, mischt alles gut und erwärmt es so lange, bis eine einheitliche Masse entstanden ist. Sie sollte nicht kochen, sondern nur warm sein. Dann geht ihr die Mandelblättchen dazu und mischt alles einmal durch. Der Guss kommt dann direkt auf den Teig.

Nun kann der halbfertige Kuchen bei 175 Grad für etwa 20 bis 30 Minuten in den Ofen. Ihr solltet zwischenzeitlich immer wieder schauen, dass die Mandeln nicht zu dunkel werden und im Notfall ein Stück Alufolie auf den Kuchen legen, bis der Teig durchgebacken ist.

Für die Füllung braucht ihr:

  • 2 Päckchen Vanillepudding (oder 60 Gramm Stärke und etwas Vanille)
  • 750 Milliliter Milch
  • 100 Gramm Zucker
  • 200 Milliliter Sahne

Während der Kuchen backt, könnt ihr die Füllung vorbereiten. Dazu kocht ihr aus den 750 Milliliter Milch, dem Puddingpulver und dem Zucker einen dicken Pudding. Die Sahne schlagt ihr steif und rührt sie später unter den Pudding. Doch vorher muss der Pudding abkühlen – genauso wie der fertige Teig.

Erst wenn alles kalt ist, solltet ihr den Kuchen in Stücke teilen und diese füllen. Ihr könnt auch versuchen, den Blechkuchen im ganzen oder in zwei großen Teilen längs aufzuschneiden. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings hoch, dass er dann bricht. Einfacher ist es, die einzelnen Kuchenstücke mit Puddingcreme zu füllen. Also diese längs aufzuschneiden und die Füllung mit einem Messer aufzutragen – so wie wenn ihr eine Stulle schmiert. Dann kommt der Deckel mit dem Guss wieder drauf und fertig ist der Bienenstich!

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit! Eure Jana

Bienenstich2

Eine Antwort to “So lecker kann ein Bienenstich sein”

  1. Warum Says:

    Ein leckeres Rezept mit einer schönen Geschichte dazu, danke🙂

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