Schadstofffreier Stadthonig

Beuten

Immer häufiger in Berlin zu sehen: Bienenstöcke auf Dächern.

 

Endlich gibt es für Berlin eine eigene aktuelle Stadthonig-Untersuchung. An fünf zentralen Orten in der Innenstadt wurde Honig auf Spuren von Schadstoffen getestet, die durch Autoabgase in der Luft gelangen. Das Ergebnis beweist, wie gut Berliner Stadthonig ist.

Vergangene Woche ist in der taz ein Beitrag über den Berliner Stadthonig erschienen. Darin ging es um typische Schadstoffe aus dem Straßenverkehr wie Blei, Cadmium und die sogenannten polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und die Frage, ob diese sich nicht im Nektar von Blüten anreichern und so in den Stadthonig gelangen. Zwar gab es zu diesem Thema schon mehrere Analysen, allerdings keine aktuelle für Berlin.

Das wurde nun nachgeholt und die Ergebnisse können sich sehen lassen: Denn Berliner Honig kann praktisch als unbelastet von Schadstoffen aus der Großstadtluft gelten. Alle untersuchten Stoffe lagen unterhalb der Nachweisgrenze und unterhalb der Grenze, die für Trinkwasser gilt.

Die genauen Ergebnisse könnt ihr hier nachlesen.>>>

Warum der Nektar sauber bleibt

Die Sauberkeit des Honigs hat verschiedene Gründe. Einerseits sind die Saftdrüsen der Pflanzen in der Regel in der Blüte verborgen und somit nicht direkt der Luft ausgesetzt. An ihnen sammeln die Bienen den Nektar, den sie dann zu Honig umarbeiten. Die Blütezeit ist zudem relativ kurz.

Ob die Biene selbst als Filter für die Stoffe dient, ist wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt, es wird allerdings vermutet. Fest steht allerdings, dass sich besonders die sogenannten PAKs, die krebserregend wirken können, eher in fetthaltigen Substanzen anreichern. Und Honig enthält kein Fett.

Stadt und Land im Vergleich

Im Beitrag der taz wurde übrigens auch die Berliner Bärengold GmbH erwähnt. Gründerin Annette Mueller hat ein paar Worte dazu gesagt, dass auch sie Fragen nach den Schadstoffen immer wieder beantworten muss. Und sie wollte nicht unerwähnt lassen, dass Landimker mittlerweile mit viel größeren Herausforderungen zu kämpfen haben als Stadtimker.

Denn auf dem Land treiben Agrarsubventionen den Anbau von bienenunfreundlichen Monokulturen weiter voran. Die Bienen finden immer weniger Nahrung und diese ist nicht selten mit Pestiziden und anderen chemischen Stoffen belastet.

Den taz-Beitrag könnt ihr hier nachlesen.>>>

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