Bienen lieben Berlin – und Vergissmeinnicht

 

Vergissmeinnicht1

Honig vom Dach, Honig aus dem Park, Honig aus dem Garten, Honig vom Friedhof oder Honig vom Balkon – die Vielfalt der Imkerplätze in Berlin ist beachtlich und damit auch die Vielfalt des Honigs. Eines haben aber alle gemeinsam: das Vergissmeinnicht.

Berlin blüht. Von Frühling bis zum Spätsommer können die Bienen hier meist immer etwas finden. Parks, Kleingärten, reichlich mit Blumenkästen bestückte Balkons, Friedhöfe, Brachflächen und die vielen Straßenbäume bieten ein abwechslungsreiches Angebot für die Stadtbienen.

Ganz besondere Blümchen

Das reiche Angebot findet sich dann auch im Honig wieder und so besteht der Berliner Honig meist aus einer bunten Nektar-Zusammensetzung. Im Sommer ist eigentlich immer Linde mit dabei, denn Lindenbäume gibt es reichlich. Und die Linde ist für viele Imker auch oft der einzige Sortenhonig, der sich in der Hauptstadt ernten lässt.

Aber dann wäre da noch ein ganz besonderes Blümchen, das zwar nicht so viel Nektar bietet, dass es für einen Sortenhonig ausreichen würde. Bei den meisten Sorten müssen dafür über 50 Prozent des Blütenpollens von einer ganz bestimmten Pflanze kommen – bei Rapshonig ist es noch mehr. Mit dem besonderen Blümchen meine ich das Vergissmeinnicht, das man in jedem Honig findet.

Das bestätigt auch eine Analyse des Länderinstituts für Bienenkunde in Hohen Neuendorf. Die Wissenschaftler haben den Berliner Honig auf seine typischen Merkmale hin untersucht und festgestellt, dass Vergissmeinnicht (Myosotis) immer vertreten ist. Zudem ist der Rapsanteil (ist sehr niedrig, die Pollenvielfalt groß und die Hauttrachtpflanzen sind Bäume.

Besonders für Berlin ist aber nicht nur das Trachtangebot und die Vielfalt, die damit im Honigglas landet, sondern auch, dass es mittlerweile so viele Stadtimker gibt. In allen Bezirken Berlins wird geimkert. Das zeigte sich vergangenes Wochenende auch beim Stadthonigfest im Kreuzberger Prinzessinnengarten, wo viele Imker ihren Stadthonig angeboten haben.

Wo kommt Dein Honig her?

Beim Durchprobieren zeigte sich schnell: die Frühlingsblüte aus Charlottenburg schmeckt anders als die aus Pankow, der Sommerhonig aus Zehlendorf hat eine andere Note als der aus Wedding und das, obwohl sie oft zur gleichen Zeit geerntet wurden. Sie unterscheiden sich dann auch in Farbe und Konsistenz.

Einfluss auf das, was im Glas landet, hat auch der Standort der Bienen. Da gibt es Imker, die nahe dem Zoologischen Garten stehen und deren Bienen deshalb auch ein paar exotische Blüten sammeln oder Imker mitten in Kreuzberg, deren Bienen am liebsten zu den vielen Robinien und Linden fliegen. Andere haben viele Nadelbäume in der Umgebung, von denen die Bienen Honigtau sammeln und wieder andere stehen mitten in der Kleingartenanlage mit vielen Obstbäumen und Sonnenblumen im Herbst.

Berliner Honig ist also nicht immer der gleiche Berliner Honig. Wichtig ist die genaue Herkunft und die kann man bei den Bärengold-Gläsern über den Imkerstempel erkennen. Er ist auf jedem Glas enthalten. Schau doch mal nach.

Eure Jana

Vergissmeinnicht2

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: