Wo kommt Dein Honig her?

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Als kritischer Konsument hat man es heute schwer. Denn Bio ist auch nicht das Non-Plus-Ultra, wenn man genauer hinschaut. Wenn Bio-Südfrüchte über tausende Kilometer eingeflogen oder Bio-Honige im Ausland produziert werden und damit schwer kontrollierbar sind, kann man schon ins Grübeln kommen.

Also am besten regionale Lebensmittel kaufen. Angebot und Nachfrage in diesem Segment wachsen stetig. Wie der Focus in der vergangenen Woche in einem Artikel – in dem Berliner Honig nicht fehlen durfte – berichtet hat, wollen immer mehr Deutsche wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und sie wollen gezielt Waren aus der Region kaufen, in der sie leben.

Verwirrung im Siegel-Dschungel

In den Supermarkt-Regalen finden sich deshalb auch immer mehr Produkte mit Namen wie „Unsere Heimat“ oder „Gutes von hier“. Doch leider kommt mit diesen Angaben statt Klarheit über die Herkunft oft auch noch mehr Verwirrung im Siegel-Dschungel auf, der schon durch zahlreiche Bio- und Ökolabels geprägt ist. Woher kommen die Produkte und ihre einzelnen Zutaten wirklich? Wie weit wurden sie transportiert und wo erzeugt?

Seit diesem Jahr ist ein weiteres Siegel dazugekommen, das mehr Transparenz verspricht. Das „Regionalfenster“, an dem das Bundeslandwirtschaftsministerium schon seit einigen Jahren arbeitet. Zwar steht darauf nun genau, woher die Hauptzutat des Produktes stammt. Was genau als „Region“ gilt – also Landkreis oder gar ein ganzes Bundesland – kann jeder Hersteller selbst festlegen. Auch verpflichtend ist das neue Siegel nicht.

Habt ihr mal darauf geachtet, wo die Lebensmittel wirklich herkommen, die ihr kauft und konsumiert? Und habt auch ihr schon festgestellt, dass es wahrlich kompliziert werden kann, auf den Produkten genaue Angaben zu finden? Dann schaut mal auf Euren Honig. Falls das keiner unserer Berliner Honig und kein Honig von einem Imker Eurer Nachbarschaft oder des Deutschen Imkerbunds ist, dann steht das bestimmt „aus EG- und Nicht-EG-Ländern“ darauf. Er kann quasi von überall herkommen, denn diese Angabe sagt wenig bis gar nichts aus. Es ist eine bunte und keinesfalls regionale Honigmischung.

Anders bei „Berliner Honig“, denn um die Herkunft zu belegen, haben wir den Imkerstempel auf jedem Glas. Damit wird die Region Berlin jeweils noch viel genauer eingegrenzt und auch bei den Bärengold-Honigen aus dem Umland ist ganz genau angegeben, woher der Honig stammt. Online gibt es dazu Fotos der Imker und ihrer Bienen.

Wie wär’s mit ’ner Honig-Schrippe?

Wer regionalen Honig kauft, kann sich übrigens nicht nur sicher sein, dass der damit lange Transportwege vermeidet und damit etwas Gutes für die Umwelt tut. Er unterstützt auch die natürliche Artenvielfalt an blühenden Pflanzen vor Ort. Viele sind auf die Bestäubung durch die Bienen angewiesen.

Und wenn wir schon über regionale Lebensmittel sprechen, hier ein paar regionale Empfehlungen passend zum Berliner Honig: Wie wäre es mal wieder mit einer leckeren Berliner Schrippe mit Honig zum Frühstück? Dabei bleibt der Honig kalt und alle gesunden Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Oder ganz nach typischer Berliner Art lässt sich auch die Soße der Curry-Wurst mit Honig verfeinern. Einfach den Zucker durch Honig ersetzen (hier gibt es ein Rezept dazu).

Den Focus-Artikel über Berliner Honig und andere regionale Lebensmittel könnt ihr hier nachlesen.

Es grüßt Euch Jana

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